to veng chang und vientiane

der gang durch tor, ueber bruecke und in das land, von dem zumindest der lonely planet (wie lonely sind die denn?) sagt, es waere das bestgehuetete geheimnis suedostasiens … wer’s glaubt. auch wenn wir unsere ueberfahrt, wie es der „planet“ gebietet in selbstorganisation – mit tuk tuk, friendship-brueckenbus, visa upon arrival und tuk tuk nach vientiane – mit der prise abenteuer (und gut geeignet fuer den schmalen geldbeutel) versehen hatten, wurde uns schnell klar, das geheimnis ist raus. in bezug auf die travellerdichte unterscheidet sich vientiane nicht im geringsten von bangkok und dadurch, dass die stadt um einiges kleiner ist, begegnet man sich gar ungleich oefter. insofern ein echter alptraum. zudem bricht sich dort, wie fast ueberall, wo der dornroeschenschlaf kommunistischer isolation den schleichenden rueckzug antritt, der fortschritt bahn. soll heiszen: ueberall wird gebaut, mindestens die haelfte der straszen ist aufgerissen (nein, alex, das ist keine meiner ueblichen uebertreibungen, es ist wahr!), das gros der wats mit groszzuegigen „betonspenden“ wieder in „form“ gebracht und das dem „arc de triomphe“ nachempfundene monument „patuxai“ der lebendig gewordene hausgeist von marzahn – und ein hohn auf alles, was laos sein kann. ein verspeateter sieg fuer die franzosen will ich meinen. zudem ein bedenkenswerter: das ueberdimensionale toerchen (patuxai) wurde aus beton gegossen, der fuer einen neuen flughafen gedacht war. vielleicht ein letzter versuch, die rollende invasion zurueckzuschlagen. erfolglos, die bruecken kamen ueber den fluss, alle mit dem geld des westens.

anyway. here we were, here we go. schnellstens weg hiesz die devise, so blieb uns nur ein schneller run durch die stadt. ein paar wats, wieder menschen, die reflexion folgt nach. meine highlights (einige):

mekong river

der blick auf den mekong von der anderen seite. einmal hatte der giftige brite recht – auf der anderen seite ibefindet sich eigentlich das gleiche land, die grenze ist menschenwerk.

nationalsport

one of my favourites – der nationalsport laos‘: kataw. fuszballtennis oder -volleyball, ein wahnsinnshingucker…

laos auf und ab

und last but not least: der blick vom patuxai stellt die frage nach dem weg des landes. quo vadis lao?

jetzt sind wir schon in vang vieng, der tubing-city, die einen noch hoeheren travelleranteil hat und – ach ja: kein handynetz fuer uns, also keine bange …

mz

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sri chiangmai und nong khai

hallo miteinander (immer mal was neues … diesen (ueber)sommer).

ich gruesze die welt da drauszen, die sich, zumindest was das wetter angeht, nicht im geringsten mit vientiane und umgebung messen kann. wie ich zu meinem erstaunen (entsetzen und stolz) vor zwei tagen lesen durfte, wies die (highly respected) „bangkok times“ keinen ort auf der welt aus, der eine hoehere temperatur hatte, als nong khai (in dessen direkter nachbarschaft sich auch vientiane befindet, in welchem wiederum wir uns inzwischen aufhalten…) – satte 41 grad celsius. abgesehen von dem umstand, dass ich diesen kleinen (temporaeren) weltrekord heute gleich wieder genutzt habe, um einen sonnenbrand auf meinen zehen und unterarmen einzusammeln, laesst sich auf die schnelle wieder nichts sagen und doch so vieles erzaehlen…

nachdem die letzten zeilen weniger aus langeweile, denn aus verwirrung ueber unseren ersten wirklich nachhaltigen zusammenprall mit der „traveller-we;t“ entstand, will ich alle, die noch mit ein wenig begeisterung dabei sind, auf den stand der dinge bringen, ehe es wieder was „zu denken gibt“. da dabei das ein oder andere foto die weniger lesewuetigen bei der stange halten soll, huepfe ich an den bildern entlang…

huepfen wir also kurz zurueck nach nakhon phanom, wo uns sogar zeit blieb, am fruehen morgen in den noch verlassenen park (einen ehemaligen maenner-knast) zu gehen, um ein wenig workout zu betreiben – hier sieht man franzi bei liegender schwerstarbeit. unlaengst dachten wir darueber nach, den rest der strecke auf dem fahrrad zurueckzulegen…

franzis workout

letztlich erwies sich jedoch die weiterfahrt mit dem bus entlang des mekong nach nong khai und von dort kurz entschlossen nach si chiangmai als spannender. in der einsamkeit, die ja stets fuer uns eine zweisamkeit war – und dank der ruehrenden fuersorge unserer „herbergsmutter“, die uns wohl (auch weil wir die einzigen gaeste waren) ins herz geschlossen hatte. nicht nur versuchte sie uns bestaendig neue thai-vokabeln beibringen, da sie selbst thai-lehrerin war, sondern unterhielt sich auch ununterbrochen mit uns. so hatte ich das vergnuegen, ein video des thailaendischen neujahrsfestivals in sri chiangmai zu begutachten, auf dem nicht nur hunderte betrunkene thais begeistert tanzten, sondern zudem eine echte misswahl zu sehen war. die gewinnerin war … eine schuelerin unserer wirtin, die begeistert ueber ihre hobbies und vorlieben sprach. von denen eine papayasalat war: das zu kommentieren war einer der „fehler“, die ich beging, denn sofort lud „mama“ mich hinter sich auf ihr moped und fuhr mit mir zum markt, wo ich unter allerlei plauderei einen elegant spicy papaya salat in der plastiktuete bekam … mein mund brannte wie feuer, doch den spasz war es wert.

als besonders schoen erwies sich zudem das etwas in einem wald liegende wat (natuerlich gab es wie ueberall ein halbes dutzend, doch alles, was nicht mindestens eine 10m hohe stupa und mehr als 3 gebaeude hat, sehen wir nicht mehr. – auch das ist nicht wahr, aber ich kann ja hier schliszlich alles erzaehlen…). von einem regenschauer ueberrascht stellten wir uns auf eine terasse, wo uns eine freundliche frau zwei stuehle und getraenke anbot und den versuch unternahm, sich mit uns zu unterhalten. dass es scheiterte, lag wieder einmal an uns, wie viel mehr koennte dieses land uns geben, spraechen wir auch nur ein weniges mehr der sprache… der regen hingegen inspirierte nicht nur uns, sondern auch eine ganze schar von tieren, die sich uns zwar nicht zeigten, dafuer aber ein gespenstisch-schoenes konzert anstimmten, dasz mir eine gaensehaut einbrachte. wie ein einzieger ton, eine sammlung von schwingungen, auf eine gemeinsame kurve sich einpegelnd schien der gesamte kleine hain zu vibrieren, unglaublich. dass kurz nach dem schauer die moenche sich diesem konzert anschlossen und im tempel sangen, vollendete dieses zusammensein von mensch und natur … nur ungern fluechteten wir vor einem neuen aufziehenden gewitter.

doch auch dieser ort reihte sich in die menge derer ein, die wir igrnedwann hinter uns zurueck lassen. man muss kein hellseher sein, um zu wissen, dass es noch weit mehr werden …

als wir um kurz vor 7 uhr in den bus huepften, registrierten wir mit freude, dass erneut eine junge frau das steuer ruehrte – die selbe, die uns nur zwei tage zuvor nach sri chiangmai gefahren hatte, nur dass ihr diesmal ihre tochter beim abkassieren half, statt des sohnes. gerechtigkeit muss sein. in nong khai war unsere wahl der wahlen, das mutmee guesthouse, kein geheimtip, der erste der heranstuermenden  tuk tuk fahrer, die noch vor der busstation den bus umlagerten, lachte nur, als ich ihm unser ziel nannte. angekommen war klar warum – so ziemlich jeder schlaeft dort. schlecht war es nicht, doch der geruch gestrandeter, ziellos treibender und von chang und lao beer umtriebiger traveller wehte um jede ecke. nach fast 2 wochen auszereuropaeischer isolation ein relativer schock. daher will ich dabei auch nicht allzu lang verweilen. es waren die begegnungen mit einigen menschen, die diesen ort, wenn ueberhaupt,  in meinem gedaechtnis erhalten werden – der moench, der in einem kloster den besen schwingend mir ein laecheln schenkte, die alte frau, die mit bewundernswerter akkuranz unsere beachtliche postkarten- und briefmarkenrechnung errechnete (ohne taschenrechner!) und die freundlichen thaifrauen, die nicht nur unser essen kochten, sondern auch unsere waesche wuschen … und natuerlich rudi, einer von ca. einem dutzend exildeutschen, die sich in nong khai niedergelassen haben und der uns die freude von einigem backwerk ermoeglichte und den genuss von broetchen, fuer die ich einen groszteil einheimischer „rolls“ opfern wuerde …

das highlight der stadt war der „sculpture park“, eine ansammlung gigantomanischer monumente religioeser phantasie eines kuenstlers, der sich die freiheit nahm, buddhismus, hinduismus und kuenstlerischen freigeist in figuren zu zementieren, die sich bis in 25 meter hoehe aufschwangen. bilder werden folgen, skurril allemal. nicht zu geringem teil dadurch, dasz dem manne selbst nach einem tod eine seltsame verehrung zuteil geworden ist: man mumifizierte ihn und stellte ihn unter einer plastikkuppel dem publikum zur schau, umrandet von bunt blinkenden lichtern, die ihn in einen saekularen weihnachtsbaum verwandeln …

mehr bleibt kaum, warum auch, wir reisen mit leichtem gepaeck. ach doch: ein taschenrechner, die waehrungen nehmen zu, ein muss.
eingedenk der leisen kritik von herrn herms will ich die blogs in handlichere teile bringen und setzte mit unserer ueberfahrt nach vientiane neu ein.

mz

time after time

sawadee-khrab,

vielleicht nach all dem stakkato der reiseberichterstattung mal ein paar gedanken zwischen den zeilen. jeder ort und seine bedingungen veraendert das gefuehl, die geistige grundhaltung und die einstellung gegenueber dem bisher erlebten und mehr noch dem kommenden nachhaltig.

vor zwei tagen trafen wir in einem ort, der offensichtlich normalerweise nur wenige „falang“ zu gesicht gekommt, obwohl er direkt gegenueber der laotischen hauptstadt vientiane am mekong gelegen ist und somit zumindest ein sehenswertes panorama zu bieten hat, zwei weisze – maenner, wie ueberhaupt die meisten allein reisenden (natuerlich!?) maennlich sind. der eine ein brite einer scheinbar laegst vergangenen generation, ein spaeter flower power mann, eigentlich einer aus den 80ern, der gern ein hippie gewesen waere, es nur in den strom der dennoch auswandernden hedonisten geschafft hat, die sich in fernen – und eben vergleichsweise kostenguenstigen – laendern ein easy life versprachen und meist auch bekamen. es sprach nicht wenig stolz aus ihm, als er erzaehlte, dasz er seine „challanges“ in der schule erlebt hatte, wo er offensichtlich englisch (klar) und franzoesisch so gut erlernte, dass er nun ueberall auf der welt „easily“ einen job finden kann. seit 8 jahren lebe er nun in thailand. zu lang. er sei „jaded“ – der buerokratismus der thais, die ihre visabestimmungen verschaerfen, um illegal arbeitende, wie er einer ist, nicht laenger schwarz im land zu dulden, habe ihm den spasz genommen. zeit, weiter zu ziehen, nach suedamerika, deren sprachen er auch schon fast beherrsche. toll.

nur wenige stunden spaeter, wir goennten uns ein bier an der mekongpromenade mit blick auf die untergehende sonne, setzte sich ein mann zu uns, der eher wie ein extensiver australischer oversea-traveller aussah, als der daenische lebensbummler, als welcher er sich herausstellte. als junger mann hatte er all sein geld in bangkok verprasst, sich jahrelang mit gelegenheitsjobs durchs land und leben geschlagen, ehe er sich mit den falschen leuten einliesz und quasi nach daenemark zurueck „fliehen“ muszte. nach jahren, die luft war wieder rein, lehrte er in seine zweite heimat zuerueck, seitdem pendelt er regelmaeszig zwischen den welten, wenn daenischer nationalismus ihn nervt. einen horror offenbarte er allerdings vor vietnam, das er uns in grausigen farben ausmalte: abzocke, geklaue, verarsche etc.

dahin geht mein bogen – jede der figuren, die uns unterwegs begegnet, hinterlaeszt ein weiteres, (mitunter leider) unausloeschliches puzzleteil in den bildern nicht nur dessen, was uns bislang geschehen ist, sondern auch des noch kommenden. seitdem sich der voraushimmel ueber vietnam dergestalt ein wenig verdunkelte, versuche ich mich selbst wohlgemuter zu stimmen, andere bilder zu finden.

der gute rat, den auch mein poesiealbum mir schon bereithaelt, auf die eigenen erfahrungen zu warten, ist heisze luft angesichts guter imagination. da ist harte arbeit angesagt.

anyway. derweilsitzen wir noch am tor zu laos…und schauen auf den mekong. laos first.

tor nach laos

mz

hoeje taastrup news plus picture review

hi,

this is the first time i actually find TIME to write some words in english too so those who are still not capable of the german language find a reason to give this blog a try.

first we flew with the golden shining (!) emirates airline to bangkok via dubai …

das i unterm tuepfelchen

as we say in german … it was the „I“ under the i-spot… 

after a first few rough days in bangkok where we tried to do everything relaxed and at the same time worked unter high pressure on leaving this town – what in fact wasn’t that easy since the people of the TAT-office (semi-private tourist company) tried to push us into busses to the south of thailand – we managed to catch a bus towards the northeast of thailand…

but even in bangkok we had some nice days after all…

 khaosan

the khaosan road, travellers best place … as long as you don’t mind everybody selling you something and being among other travellers … almost like in denmark …

 virtually every second someone wants to bring you somewhere, since western people are not supposed to walk in thailand…first choice: a tuk tuk…

tuk tuk

after passing the small and beautiful cities of ubon ratchathani, that phanom we arrived in nakhon phanom, where we had a first (actually second after that phanom) wonderful look upon laos, where we will go to in a few days…

 laosblume

although it is only a few hundred meters away, it is still unreachable… because we still need a valig visa (not to get arrested once we arrive at the other side…)

so far for now, the sun is burnig, we have around 39 degrees in shade … drinking water as we sweat it out immediately…

hope to read from you guys and i send greetings to all over the world…

mz

that phanom – 16.04.07

hi,

back at the track. am morgen des 16. sprangen wir frueh aus den betten und frisch auf ein tuk tuk, das uns gemuetlich bis zum bus terminal brachte, wo wir hofften, frueher oder spaeter einen bus nach that phanom zu erwischen. frueher, den als wir ankamen, tuckerte der motor schon und der fahrer rupfte uns das gepaeck foermlich aus der hand. rein da, durchatmen, los gings. mit der landschaft werdern auch die busse rustikaler. noch hate er zwar sowas wie air condition und auch ein tablettchen mit erfrischungen (nix fuer uns, da mit eis) kam rum, doch der hauch des anderen kommt naeher.

viele beigungen, neigungen und einiges an verbrauchter luft spaeter haelt der bus in that phanom und spuckt uns aus. die 40B fuer das tuk tuk sind bei diesem kleinen ort verschenkt, doch als touri laeszt man sich gern erst einmal die lokale weite (hihi) zeigen … ein einfaches guesthouse mit (beinahe) riverblick auch und schon sind wir eingechekt und die sorgen los. ein erstes mahl auf dem schwimenden restaurant macht uns (fast) satt und stark fuer den gang zur einzigen sehenswuerdigkeit des ortes: wat phra that, as seen below (by night, versteht sich, wenn schon, den schon):

 wat that phanom

 gefuellt mit einem kleinen markt, vielen winkuebungen (man kommt sich vor wie eine kleine royalitaet oder ein pop star) und einem lustigen essen in einem rustikalen restaurant (irgendwer mit minimalen englischkenntnissen findet sich bisher immer, wenn nicht, zeigen wir stets unseren lonely planet language guide vor, der die basics in thai abdruckt…) war der tag rundum gelungen. gleich morgen gehts weiter nach nakhon phanom, der stadt, von der wir uns v.a. ausspannen versprechen…(in echt: wir sind schon 3 tage hier, ich komme nur nicht hinterher…)

byby,mz

dffdfd

gluecksspiel im wat … und andere gluecklichkeiten

hallo,

wer soll ueber all diese abenteuerlichkeiten berichten, die uns in diesen wenigen tagen wiederfuhren – und doch schon fuer monate ausreichen wuerden und ueber jahre vorhalten werden?

ich mach es heute erst einmal kurz und in den naechsten tagen laenger. angekommen sind wir heute in nakhon phanom, im nordosten thailands am mekong, gegenueber der laotischen stadt tha khaek (glaub ich, kann jetzt nicht nachsehen). und, nein, die wildnis hat uns noch nicht verschlungen, vielmehr bin ich der ueberzeugung, dass sie noch auf sich warten laesst…

wie fleiszige schulgaenger sind wir am smstag morgen um 5 uhr (a.m.!) aufgestanden, die halbe (oder ganze?) stadt zu durchqueren, um unseren bus nach ubon ratchathani zu erreichen, dessen abfahrtsort nur auf einem kleinen gelben zetel zur verfuegung stand. dass den darauf angegebenen ort verschiedene menschen unterschiedlich interpretierten, mag normal sein, floeszte uns aber kein weitreichendes vertrauen ein… gepackt, gestriegelt und muede betraten wir die strasze, wehrten den airporttaxi-schlepper ab, doch das mit quietschenden bremsen vor uns haltende „taxi meter“ war zuviel fuer uns, bei 200 Baht wurden wir weich und lieszen uns, obowohl auch dessen fahrer den ort nur ungefaehr zu erahnen schien, in die polster fallen – die im uebrigen mit folie bespannt waren, derart hermetisch, dass es unmoeglich war, die anschnallgurte in irgendeine halterung einzufuehren. wer braucht schon anschnallgurte, gell? doch bei einem innenstadttempo von 95-100 km/h, das gebe ich gern zu, habe ich mir bei der einen oder anderen brueckenueberfahrt, die mich an den film „taxi“ erinnerte, doch den gurt ersehnt. so blieb es bei stoszgebeten in richtung der wats auf dem weg …, einer fahrt rueckwaerts ueber die schnellstrasze – warum auch nicht, wenn man so abkuerzen kann? – und einer unbeschadete ankunft… das zuerst seltsam anmutende busterminal erwies sich als fast schon „europatauglich“ mit schaltern, feschen damen in nicht minder feschen dresses und huetchen. drei (un)gemuetliche stunden auf plastikbaenken, in denen wir laengst selig waren, den kuerzeren aber schwierigeren teil der tagesreise hinter uns gebracht zu haben, vergingen, ehe unser bestimmungsort am improvisierten check in erschien und wir den bus bestiegen. bald erwies sich, warum wir noch immer stolze 552 Baht fuer die 670 km ueberbrueckende busfahrt loehnen durften – eine der grauroeckinnen fuhr mit uns under servierte, tablets durch den wackeligen bus jonglierend, zwei mahlzeiten, getraenke und wechselte fleiszig viedeofilme…fast wie bei emirates…

ca. gegen 17 uhr erreichten wir ubon ratchathani, den ersten fleck thailand auszerhalb bangkoks, der uns willkommen heiszen sollte. kaum ausgestiegen steuerten wir zielsicher auf einen der vielen bunten schalter zu, um uns auf vielen wegen ueber die geplante weiterfahrt in den weiteren norden zu erkundigen, ehe wir ins stadtzentrum „vorstoszen“ wollten. schnell fanden sich viele freundliche gesichter uns zu helfen, darunter auch eines, das des englischen kundig, die anderen fuer uns dirigierte. nach und nach machten wir den schalter ausfindig, der tickets fuer unsere destination verkaufen sollte, auch der zustaendige „beamte“ tauchte irgendwann auf – allein, er machte uns freudig strahlend klar, dass er heute schon feierabend machte. klappe zu.

also lieszen wir uns willig auf einen der so genannten mini-busse verfrachten (leicht umgemodelte pick ups mit sitzbaenken und einem planendach), der ins stadtzentrum fuhr und dessen fahrer instruiert war, uns am sri isan guesthouse abzusetzen. schnell fuellte sich hinter uns der wagen, ein paar mutige auf dem trittbrett tuckerte das gefaehrt richtung stadt. alle zwei zuendzyklen setzte der motor aus, der fahrer liesz ausrollen und startete erneut. das ging so bis zur naechsten tankstelle, wo er eine blitzreparatur vornahm und schlieszlich endlich fahrt aufnahm. doch nicht fuer lange. je naeher wir dem stadtzentrum kamen, um so oefter staute sich die wagenschlange – und wir wurden nasz. noch war das thailaendische neujahrsfest nicht vorbei und alles erfreute sich an gegenseitiger erfrischung. falang (western people) waren da natuerlich ganz besonders willkommen. so waren wir schnell nasz, aber noch lange nicht da. nach mehr als einer halben stunde wurden wir unruhig, zeigten den mitreisenden wild gestikulierend unsere karte und errieten schnell, dass wir unseren ausstiegspunkt laengst passiert hatten. als wir daraufhin ausstiegen, erinnerte sich der fahrer unser und versprach uns blumig, umzukehren und uns am richtigen ort abzusetzen. was er auch tat. nachdem er seine tour ordnungsgemaesz beendet hatte. so tuckelten wir unsgesamt gemuetliche 2 stunden fuer 20 B durch die stadt, mit mehl beschmiert, wasser begossen, muede und dennoch zufrieden. dunkel wars, als der truck hielt und wir hinabstiegen… ein portier oder touristpolizist wies uns den weg ins hotel, das fuer den bereich unserer budgetguesthouses viel zu nobel aussah. nicht zu unrecht. wie sich herausstellte, handelte es sich um das sri isan 1, ein hotel, das zimmer ab 500B (aber mit fruehstueck). was wir suchten, war das sri isan 2, gleich um die ecke in einer seitenstrasze, mit einem kleinen alten chinalampion davor und geckos an der decke. dafuer sehr freundlich und unschlagbare 200B die nacht. schnell die sachen rein und nochmal raus auf den dampfenden nachtmarkt, der leckereien (und ekel-reien) zum verzehr anbot. zweimal schlenderten wir auf und ab auf der suche nach leicht bekoemmlichem. allein, bis auf den baren klebereis fuer franzis angegriffenen magen war nix leckeres auszumachen. bis uns ploetzlich eine freundliche junge, offensichtlich schwangere frau auf beinahe-englisch ansprach, ob sie uns helfen koenne. mit ihrer hilfe bestellten wir etwas einfaches (fuer die nacht…) und setzten uns in ihre naehe zum mahle… nach und nach kamen wir ein wenig ins gespraech – und mir nichts dir nichts luden sie und ihr freund uns zu einer stadtrundfahrt ein. „num“, der sprachbarrierenbedingt etwas stumme freund unserer wohltaeterin „siriwan“ verfrachtete uns in sein gigantisch anmutendes auto (warum haben die, die es sich leisten koennen hier nur solche riesenschlitten?) und schon glitten wir, die gesichter an den fenstern wie kinder in der weihnachtszeit, durch die nacht. seltsam nur, dass sie uns zeigten, was uns an einer stadt in der fremde eher weniger beeindruckt – shopping malls, kino, disco, flughafen… weniger seltsam eigentlich, wir haben es sie ja gelehrt, was wertvoll ist…

auch wenn sich die unterhaltung als schwer herausstellte, war es eine sehr vergnuegliche fahrt. lustig und beschaemend zugleich: die thais des nordosten (ich will nicht fuer alle sprechen) fassen alles, was man ihnen erzaehlen will, als bitte, aufforderung oder frage auf – als ich ihnen von unseren erfahrungen des nachmittags am ticketschalter erzaehlte, fuhren sie prompt mit uns zum busbahnhof, wo sie ihren freund „duong“ noch bei der arbeit wuszten. dieser stellte sich beim vorstellen als die englischmaechtige stimme des nachmittags heraus, worueber er und wir herzlich lachen konnten: nicht aber siri, der ich vergeblich versuchte, es zu uebersetzen… nur noch zum nicken und „yes“ faehig, lieszen wir uns „dahein“ absetzen und fielen gluecklich ueber die fuegungen ins bett…

15.04.2007 (2550)

der naechste tag bot uns, neben einem neuen guesthouse mit weniger ekelfaktor und sogar englischem TV, viele wats, einen ersten sonnebrand auf allen unbedeckten koerperteilen v.a. eine letzte fortsetzung der neujahrswasserspiele. als falang waren wir dabei einmal mehr beliebteste ziele, wohl weil das bespritzen mit wasser eigentlich von der segnung durch die moenche mit einem benetzten reisigbesen stammt – so dass getrost davon ausgegangen werden kann, dass jeder, der andere nassspritzt die segnende funktion eines moenches uebernimmt. und wer segnet nicht gern einen selten gesehenen fremden?

ansonsten lasse ich fuer diesen nassen nachmittag, der es sogar vermochte, meine vielfach wasserdichte verpackung von pass, geld und megageldreserve zu durchdringen, einfach ein paar bilder sprechen:

wasserschlachtfreude

nur einer von hunderten von trucks, von denen aus ganze familien aus dem vollen schoepfend auf jene spritzten, die mit schlauechen und eimern am straszenrand sie bewaesserten…. und wir mittendrin.

wasserfreunde

 etwas besseres als einen falang nasszuspritzen konnte es nicht geben … dazu ein wenig mehlpampe ins gesicht … ein „i love you“ dazu …haendeschuetteln, erst dann durften wir, nass bis auf die knochen zum naechsten trupp weiterziehen. einige noetigten mich gar zu einem sturzglas whisky, nicht ohne mich ueber meinen lieblingsfuszballverein auszufragen…

einziger fluchtpunkt blieben die wats, in die wir uns, wenn wir gar zu durchgeweicht waren, immer wieder zurueckzogen. in einem besonders schoenen erlebten wir ein weiteres beispiel nordthailaendischer freundlichkeit. laengst daran gewoehnt, auch unseren knicks zu machen, wenn wir das heiligtum eines wats betraten, forderte eine aeltere frau auf, naeher an den segnenden moench heranzukrabeln, der fleiszig wasserspritzer ueber die betenden verteilte. als auch wir unseren teil abbekommen hatten, forderte sie uns auf, auch einen der weissagenden zettel zu nehmen. normalerweise wird die zahl des zettels, auf dem die eigene zukunft formuliert ist, ermittelt, indem man einen becher mit staebchen solange vorsichtig schuettelt, bis eines von ihnen herausfaellt, auf dem die jeweilige nummer steht. anders hier: in einem kleinen glaskasten befand sich ein buddha und ein kreis aus rot blinkenden lichtchen, jedes mit einer zahl versehen. bei einwurf einer beliebigen muenze setzte sich der lichtkreis in bewegung und hielt, wie das gute alte gluecksrad langsamer werdend, irgendwann an. tja, das glueck(sspiel) hat entschieden – ich muss ein wenig krepeln, aber franzi ist echt oben auf.

das junge maedchen, das uns diese prozedur verstehen geholfen hatte, unterhielt sich daraufhin ein wenig mit uns, lud uns gar zu einer tempeltour ein … doch wir wollten lieber nass werden.

nachdem meine haut keinen groeszeren roetgrad mehr zuliesz zogen wir uns erst in einen der nudelshops zurueck und probierten die lokale spezialitaet – gebratene ente in nudelsuppe (mit reichlich und fuer meinen gaumen graeszlichem maggikraut) – ehe wir uns gaenzlich vom feuchten treiben zurueckzogen. was fuer naerrische tage. lang genug ist er der blog, weiter geht es im naechsten.

mz

bald weiter. ein kleiner – ikonischer – nachtrag aus bangkok als zugabe:

last stop before the „first wilderness“

jedes abenteuer ist das stets groeszte, und so muss auch ich mich damit abfinden, dass morgen frueh ein neuer hoehepunk sich allein schon darin ergeben wird, den abfahrtspunkt fuer unseren bus zu finden. morgen frueh geht es endlich raus aus bangkok, auch wenn ich sagen muss, dass ich die zeit bisher auf jeden fall genossen habe. vorhin las ich, bangkok waere die laermhauptstadt der welt. darauf muss ich einwerfen, dass mir dieser superlativ nicht besonders eingaengig ist. sicher, es ist laut, aber wer verspricht mir, dass dies die fahnenstange ist? (und selbst wenn – man kann es auch hier aushalten; was heiszt das also?) und wer sagt ueberhaut, dass die totale abstinenz von laerm ein so viel erstrebenswerteres ziel ist, wenn man dafuer auch die segnungen der zivilisationen verlustig gehen sieht. spaetestens im kakerlakenmeer werden wir den laerm gegen die wildnis abwaegen – was schwerer wiegt und was wertvoller ist, wird sich erweisen.

anyway, morgen also. das ticket haben wir erstanden, was fehlt, ist der sichere weg zum abfahrtsort. bangkok ist nicht nur grosz, sondern auch derart verschlungen, dass zum einen keine straszenkarte alle tatsaechlich vorhandenen straszen anzeigt (auf unserer busfahrt musste ich das schon schmerzlich einsehen), und zum anderen nicht einmal bangkok-thais wirklich immer wissen, wo sich eine strasze befindet – mal davon abgesehen, dass die meisten von ihnen trotz zweisprachig verzeichneter namen im kartenlesen keine vertrauenserweckenden fertigkeiten aufweisen.also bleibt uns die hilfe der jungen frau im park, die uns nicht nur zu der staatlichen hygieneausstellung einlud, fuer die sie arbeitete, sondern auch bei der buscompany anrief, um fuer uns zu erfahren, wo wir wie erscheinen muessen, um unseren a/c-bus nach udon ratchathani zu besteigen (jetzt alle mal auf der karte nachsehen! denn obwohl unser plan sicher noch gewaltig zusammenschrumpfen wird, steuern wir tatsaechlich das erste ziel noch an…).

wenn alles gut laeuft, sitzen wir also morgen um neun in einem viel zu kalten bus, zerren unsere fleecejacken hervor, obwohl drauszen 35 grad sind, und glotzen romantisch in die welt – fuer (hoffentlich nur!) 8 stunden und 670 kilometer.

bis dahin bleibt uns noch ein abend bei familie „bella bella“ – wie auch immer sie heiszen, allesamt scheinen sie hier in diesem guesthouse zu arbeiten, bei dem ich, haetten wir nicht viel vor, auch monate bliebe – mit blick auf die wilde wasser-und-mehl-schlacht des thailaendischen neujahrsfestes… vielleicht ist auch noch ein bier drin, unser „tight budget“ (echter lonely planet slang) hat sogar noch luft, trotz abzocke und bangkok-preisen. dabei belass ich es erstmal und hoffe, die wildnis spuckt uns nicht aus (erste verdauungsstoerungen haben wir heute tapfer ausgesessen – nein, nicht auf dem klo, nur mit kleinen dosen weiszbrot, schokolade, einer ersten kohletablette – ihr wiszt ja ALLE wie das ist) und gibt uns die moeglichkeit, selbst laut zu geben.

mz