sri chiangmai und nong khai

hallo miteinander (immer mal was neues … diesen (ueber)sommer).

ich gruesze die welt da drauszen, die sich, zumindest was das wetter angeht, nicht im geringsten mit vientiane und umgebung messen kann. wie ich zu meinem erstaunen (entsetzen und stolz) vor zwei tagen lesen durfte, wies die (highly respected) „bangkok times“ keinen ort auf der welt aus, der eine hoehere temperatur hatte, als nong khai (in dessen direkter nachbarschaft sich auch vientiane befindet, in welchem wiederum wir uns inzwischen aufhalten…) – satte 41 grad celsius. abgesehen von dem umstand, dass ich diesen kleinen (temporaeren) weltrekord heute gleich wieder genutzt habe, um einen sonnenbrand auf meinen zehen und unterarmen einzusammeln, laesst sich auf die schnelle wieder nichts sagen und doch so vieles erzaehlen…

nachdem die letzten zeilen weniger aus langeweile, denn aus verwirrung ueber unseren ersten wirklich nachhaltigen zusammenprall mit der „traveller-we;t“ entstand, will ich alle, die noch mit ein wenig begeisterung dabei sind, auf den stand der dinge bringen, ehe es wieder was „zu denken gibt“. da dabei das ein oder andere foto die weniger lesewuetigen bei der stange halten soll, huepfe ich an den bildern entlang…

huepfen wir also kurz zurueck nach nakhon phanom, wo uns sogar zeit blieb, am fruehen morgen in den noch verlassenen park (einen ehemaligen maenner-knast) zu gehen, um ein wenig workout zu betreiben – hier sieht man franzi bei liegender schwerstarbeit. unlaengst dachten wir darueber nach, den rest der strecke auf dem fahrrad zurueckzulegen…

franzis workout

letztlich erwies sich jedoch die weiterfahrt mit dem bus entlang des mekong nach nong khai und von dort kurz entschlossen nach si chiangmai als spannender. in der einsamkeit, die ja stets fuer uns eine zweisamkeit war – und dank der ruehrenden fuersorge unserer „herbergsmutter“, die uns wohl (auch weil wir die einzigen gaeste waren) ins herz geschlossen hatte. nicht nur versuchte sie uns bestaendig neue thai-vokabeln beibringen, da sie selbst thai-lehrerin war, sondern unterhielt sich auch ununterbrochen mit uns. so hatte ich das vergnuegen, ein video des thailaendischen neujahrsfestivals in sri chiangmai zu begutachten, auf dem nicht nur hunderte betrunkene thais begeistert tanzten, sondern zudem eine echte misswahl zu sehen war. die gewinnerin war … eine schuelerin unserer wirtin, die begeistert ueber ihre hobbies und vorlieben sprach. von denen eine papayasalat war: das zu kommentieren war einer der „fehler“, die ich beging, denn sofort lud „mama“ mich hinter sich auf ihr moped und fuhr mit mir zum markt, wo ich unter allerlei plauderei einen elegant spicy papaya salat in der plastiktuete bekam … mein mund brannte wie feuer, doch den spasz war es wert.

als besonders schoen erwies sich zudem das etwas in einem wald liegende wat (natuerlich gab es wie ueberall ein halbes dutzend, doch alles, was nicht mindestens eine 10m hohe stupa und mehr als 3 gebaeude hat, sehen wir nicht mehr. – auch das ist nicht wahr, aber ich kann ja hier schliszlich alles erzaehlen…). von einem regenschauer ueberrascht stellten wir uns auf eine terasse, wo uns eine freundliche frau zwei stuehle und getraenke anbot und den versuch unternahm, sich mit uns zu unterhalten. dass es scheiterte, lag wieder einmal an uns, wie viel mehr koennte dieses land uns geben, spraechen wir auch nur ein weniges mehr der sprache… der regen hingegen inspirierte nicht nur uns, sondern auch eine ganze schar von tieren, die sich uns zwar nicht zeigten, dafuer aber ein gespenstisch-schoenes konzert anstimmten, dasz mir eine gaensehaut einbrachte. wie ein einzieger ton, eine sammlung von schwingungen, auf eine gemeinsame kurve sich einpegelnd schien der gesamte kleine hain zu vibrieren, unglaublich. dass kurz nach dem schauer die moenche sich diesem konzert anschlossen und im tempel sangen, vollendete dieses zusammensein von mensch und natur … nur ungern fluechteten wir vor einem neuen aufziehenden gewitter.

doch auch dieser ort reihte sich in die menge derer ein, die wir igrnedwann hinter uns zurueck lassen. man muss kein hellseher sein, um zu wissen, dass es noch weit mehr werden …

als wir um kurz vor 7 uhr in den bus huepften, registrierten wir mit freude, dass erneut eine junge frau das steuer ruehrte – die selbe, die uns nur zwei tage zuvor nach sri chiangmai gefahren hatte, nur dass ihr diesmal ihre tochter beim abkassieren half, statt des sohnes. gerechtigkeit muss sein. in nong khai war unsere wahl der wahlen, das mutmee guesthouse, kein geheimtip, der erste der heranstuermenden  tuk tuk fahrer, die noch vor der busstation den bus umlagerten, lachte nur, als ich ihm unser ziel nannte. angekommen war klar warum – so ziemlich jeder schlaeft dort. schlecht war es nicht, doch der geruch gestrandeter, ziellos treibender und von chang und lao beer umtriebiger traveller wehte um jede ecke. nach fast 2 wochen auszereuropaeischer isolation ein relativer schock. daher will ich dabei auch nicht allzu lang verweilen. es waren die begegnungen mit einigen menschen, die diesen ort, wenn ueberhaupt,  in meinem gedaechtnis erhalten werden – der moench, der in einem kloster den besen schwingend mir ein laecheln schenkte, die alte frau, die mit bewundernswerter akkuranz unsere beachtliche postkarten- und briefmarkenrechnung errechnete (ohne taschenrechner!) und die freundlichen thaifrauen, die nicht nur unser essen kochten, sondern auch unsere waesche wuschen … und natuerlich rudi, einer von ca. einem dutzend exildeutschen, die sich in nong khai niedergelassen haben und der uns die freude von einigem backwerk ermoeglichte und den genuss von broetchen, fuer die ich einen groszteil einheimischer „rolls“ opfern wuerde …

das highlight der stadt war der „sculpture park“, eine ansammlung gigantomanischer monumente religioeser phantasie eines kuenstlers, der sich die freiheit nahm, buddhismus, hinduismus und kuenstlerischen freigeist in figuren zu zementieren, die sich bis in 25 meter hoehe aufschwangen. bilder werden folgen, skurril allemal. nicht zu geringem teil dadurch, dasz dem manne selbst nach einem tod eine seltsame verehrung zuteil geworden ist: man mumifizierte ihn und stellte ihn unter einer plastikkuppel dem publikum zur schau, umrandet von bunt blinkenden lichtern, die ihn in einen saekularen weihnachtsbaum verwandeln …

mehr bleibt kaum, warum auch, wir reisen mit leichtem gepaeck. ach doch: ein taschenrechner, die waehrungen nehmen zu, ein muss.
eingedenk der leisen kritik von herrn herms will ich die blogs in handlichere teile bringen und setzte mit unserer ueberfahrt nach vientiane neu ein.

mz

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