was an der weltkultur erbewuerdig ist (oder: in Luang Prabang, UNESCO world heritage)

liebes tagebuch (sowie waisen, weisen und daheim in deutschlands schmaler sonne nach braeune lechzende),

ich sagte ja, als ich euch das letzte mal zurueck liesz, es zog uns – im gemuetlich entleerten „local bus“ (eine andere bezeichnung fuer ein vehikel, dessen fahrer keinen fuehrerschein hat, nie einen besasz und sich auch keinen zuzulegen gedenkt) ueber die piste schleichend – nach luang prabang. eine stadt, die nicht nur bereits in den monaten unserer ebenso akribischen wie sprunghaften vorbereitung stets durch die foren geisterte, in welchen wir jene beruhigung aller aengste suchten, welche letztlich nur das reisen selbst bringt. „world heritage“, dieses praedikat, das luang prabang seit einigen jahren traegt, und das diese ganz sicher einst ruhige stadt in eine lange strasze aus guesthouses, restaurants und travel agencies verwandelte, begegnete mir das erste mal, als es aus dem mund jenes ominoesen briten kam, der uns in sri chiangmai begegnete. wenig gutes konnte er berichten, aber da das in etwa dem rest dessen entsprach, was er so von sich gab (sorry alex, nix gegen den briten an sich…), gab ich wiederum nichts darauf. ein wenig stutzig machten mich die vielzaehligen minivans, die entlang des wegs in mittelgroszen bergdoerfern standen und deren insassen fleiszig 10minuetiges dorfleben auf flashdiscs bannten, but: what shells?

ich erspare euch mein uebliches genoergel ueber den verlust des geheimnisses, letztlich bin ich ja selbst ein sucher, der, sobald er das gesuchte gefunden hat, die existenz des geheimnisses an sich negiert … (ok, wer hier aussteigt, tschuldigung, es regnet gerade so schoen, mein kopf droehnt vom frueh aufstehen und dem mittagsschlaf. da kann das mal passieren.)

sie ist schon schoen, diese stadt. und wer sich die zeit, einen stadtplan und den mut nimmt, die zwei hauptstraszen hinter sich zu lassen, findet sehr, sehr schoenes vor. und kurioses. da sie ganz gut ankommen und mir die litanei des lobliedes ersparen, an dieser stelle ein paar bilder mit wenigen worten dazu. und ja: es kommen mehr bilder von uns, oder besser: von franzi, denn fuer die andere seite bin ich nicht zustaendig…

also ein wenig entlanf der frage, was denn schuetzenswert ist in dieser stadt:

frauenstrasze

… dass wie selbstverstaendlich eine frau auf dem verkehrsschild zu sehen ist, dauert, bis man es sieht, aber es ist, was man „sustainable“ nennen wuerde, neudeutsch: nachhaltig, oder anja?

franzi auf dem nachtmarkt

der markt der ethnischen minoritaeten, die mehrmals pro woche einen abschnitt der hauptstrasze fuer sich beanspruchen und jeden, der es wagt, eine sekunde vor ihrem stand zu verweilen, mit unwiderstehlichen spruechen („madame“, „mister“, „make me a lucky day …“) und den runden augen kleiner kinder zum kauf wunderschoener handgefertigter textilien bewegen … wenn wir nur einen kleinen container hinter uns herzoegen … ich bitte zu bemerken: meine freundin im vordergrund!

luang prabang

die stadt in ihrer gesamtheit, die, wenn ueberhaupt, nur von innen heraus bedroht wird.sobald man den huegel, der im hintergrund zu sehen ist, umrundet, findet man noch etwas von der stadt, die, so glaube ich, schutz verdient.

um denen, die in haeppchen lesen, das essen nicht zu schwer zu machen, kommt jetzt eine werbepause …

mz

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Eine Antwort

  1. danke 😉

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