the road, the road …

… ist vermutlich ein eigenes kapitel in ganz suedostasien (und auch sonstwo in der welt). nicht, dass ich mich nicht erinnere, wie tief und asugewaschen und eigentlich nicht existent die strasze in afrika waren (aber eigentlich erinnere ich mich nicht ;-)), aber die haerteste strasse ist stets jene, auf welcher das gefaehrt uter dem gegenwaertigen arsch dahinpoltert. und ein etwa 50 km langer abschnitt der „bundesstrasse“ 13 von laos zwische oudomxai ud luang namtha hat sich besonders eingepraegt (im wortsinne).

doch moment, einen schritt zurueck.

was ich noch nachliefern wollte: zu de endlosen schoenheiten, die sich an jeder strassenecke auch in luang prabang noch luft und platz verschaffen, gehoert natuerlich auch das folgende, das in meiner vorangegangenen aufzaehlung untergegangen war:

 bananenbluete

 fuer jene unter uns, die nicht biologie studiert haben oder mehrere jahre i den tropen verbacht haben: die bluete einer bananenstaude, fuer mich ein echtes highlight, auch wenn ich sie in mengen in afrika gesehen habe und auch hier WIRKLICH an jeder ecke stehen… ach.

anyway. manchmal entscheiden kleinigkeiten ueber die entscheidung am scheideweg. dergleichen weisheiten gibt es in jedem fortune cookie, sei’s drum, hier ist es angebracht. i gut gefuetterten nieselregen schippern wir im hart erhandelten tuk tuk frueh am morgen durch die fast (touri)leer gefegte schoenheit luang prabang – auf dem weg zum noerdlichen busbahnhof (wie ich diese unsitte hasse, dass in jeder stadt asiens mindestens zwe busbahnhoefe existieren, je nachdem, wohin man fahren will … doch wehe das zel liegt in der mischwelt von nord und sued, dan ist an verloren). dort angekommen macht uns ein junger mann freundlich darauf aufmerksam, dass nur wenige minuten nach dem bus nach oudomxai auch einer nach luang namtha abfaehrt: zweifellos ein hinweis auf seine gute kenntnis touristischer pfade. soll heiszen: nix los in oudomxay, fahrt weiter! das laesst sich der frisch auf wagende traveller nicht zweimal sagen, gewagt, gewonnen – los! dass es eine fahrt von 9 stunden ist, kann uns nicht schocken, wir haben den knoten in die blase gemacht, die wasserzufuhr schon vor stunden eingestellt – und leider die magenverstimmung nach „hopp und ex“-konsum einer ganzen papaya (gewaltigen ausmaszes!) von gestern och im (inneren) gepaeck. sei’s drum. die fahrt geht ein in das kapitel „unvergessliche momente“, in welchem sich die besonderheiten stapeln. dank der drei unablaessig quasselnden, schorchelnden und futternden japanischen maedels, des regen handels, den der busfahrer entlang der strecke mit fleisch, festerrahmen und diversen elektronischen geraeten betrieb, des immer heftiger werdenden regens, der irgendwann dafuer sorgte, dass fast alle passagiere ihren platz mindestens einmal gewechselt hatten, weil es durchregnete, der unbeschreblichen (!) ansichten von schluchten, hoehen und doerfern entlang der strasse – und letztlich das sich schlaengelnde ungetuem selbst, das einem einen kleinen geschmack davon bot, wie das reisen in laos abseits der handverlesene geteerten wege, und ganz sicher noch vor 10 jahren, war.

zielort: luag namtha. (freitag, 4.5.)

groesse: (getraeumte) 20.000 einwohner

ausdehnung: unbestimmt, allerdings kann mit sicherheit von einer haupt-, zwei neben- und 4-5 querstrassen ausgegangen werden

reiz: das vertraeumte, verschlafene, jene, die sich zu einem gruss hinreissen lassen – und das eine zimmer im 4. stock des wohl hoechsten gebaeudes der stadt (das manychan guesthouse), das ZUFAELLIG unseres war

das besondere: der 45. jahrestag der befreiung vom imperialistischen feind durch die vietamesischen freunde … ud wir mittendrin

eine stadt, die wohl eigentlich eher 5 als 20 tausend menschen in ihrem zentrum beherbergt, scholl ploetzlich, am 6.5., zwei tage nach unserer ankunft, auf einige zehntausend an. viele, viele bewohner umliegender doerfer kamen die berghaenge herab (etwas prosaisch, aber es waren so viele bunt geschmueckte vertreter ethnischer gruppen…) und versammelten sich im local stadium, de schlammplatz am rande der stadt. eine runde haben wir gedreht, angegafft wie elefanten – die uebrigens auch mit von der partie ware -, ehe wir uns in unseren elfenbeinturm zuruecksogen, um das feuerwerk des abends von dort zu bestaunen.

das gelaede hatten wir beeits tags zuvor auf – diesmal formidablen – mountainbikes zu erkunden: eine echte, selbst organisierte biking tour, durch wald und flur, schlamm und matsch, ueber sten, bruecke und durch eiige wunderschoene kleine doerfchen, deren bewohner we angewurzelt stehen blieben ud gafften, als triebe man die lila kuh durch den ort …

ein staedtchen, in dem man haette bleben koennen, haetten wir nur gewusst, welche der grenze nach vietnam uns un eigentlich offe steht. so blieb uns nichts anderes uebrig, ls nun doch noch nach oudomxay aufzubrechen (7.5.).

wie ueblich eine stunde zu frueh a busbahnhof – offensichtlich nicht frueh genug. der kleine bus, gerammelt voll, bot uns lediglich die ausklappbaren notsitze im gang fuer die vier stunden an. nix schlimmer als auf dem busbahnhof luemmeln, sagen wir uns, und quetschen uns rein. irgendwann geht es dann auch los, an der ein oder anderen stelle quetschen sich noch leute vergnuegt hinzu. kau erreicht der bus „offenes fahrwasser“, kommt ploetzlich bewegung in die froehlich plaudernde bustruppe und ehe man es sich versah, hatte sich das gefaehrt in ei wandelndes spelkasino verwandelt. ein wie ein martinshor quaekender chinese (?) gab mir daher auch zu verstehen, dass man fuer derlei zeitvertreib in china mit erschiessung zu rechnen haette. das erstaunlichste hingegen waren die unsummen an geld, die in windeseile den besitzer wechselten … wahre berge angesichts laotischer inflation. genauso schnell, wie das spiel begonnen hatte, war es uch zu ende und der „spielleiter, magier oder abzocker“ aus dem bus ausgestiege, ein ziegelsteingroszes geldbuedel in der tasche. zurueck blieben ein paar begossene pudel … ein ereignis!

derweil hat sich die provinzhauptstadt oudomxy als staubiger streifen mit ein paar monstroes eingerichteten guesthouses herausgestellt und wir tingeln morgen (8.5.) wohl weiter nach nong khiew, das uns berglage mit riverview verspricht … farewell.

mz

Advertisements

5 Antworten

  1. weiter weiter weiter! jetzt seid ihr mittendrin. herrliche fotos, wortgewaltiger mut und abenteuerlust!

    voran, ihr zwei, ich denk so oft an euch. liebe grüße aus der ferne!

    draußen geht ein landregen, die welt ist grauverhangen, aber schön. zärtliche 18°C und das gefühl, irgendwo zwischen frühling und sommer festzustecken.

    die banane erscheint im übrigen auch dem biologen unter uns als die anmut selbst.

    wind unter eure flügel!

    christian

  2. so eine schreibsamkeit.
    diese seite wird langsam aber sicher zu einer instanz, mein abendlicher kurztrip nach südostasien. passivurlaub. das ist im übrigen sehr preisgünstig!
    obwohl die lust mal wieder abzuhauen ständig wächst bei all den berichteten erlebnissen und bildern. mich wundert diese kontinuität, hat denn wirklich jedes reisfeld dort einen internetanschluss?
    ja.. die banane… ohne worte.

  3. von den tollen Fotos hätte ich gerne nach Eurer Rückkehr eine DVD; da bekommt man ja bei der Betrachtung wirklich Fernweh!

    Weiter so und viele schöne Eindrücke sammeln.

  4. also ist die Blüte gerade und die Frucht krumm?

  5. ach, jedes reisfeld hat nicht nur einen, sondern zwei – einen fuer die riesige satelitenschuessel und einen fuer den pc…es stehen bestaending bambushuette neben zementhaus und holzhuettenkiosk neben pc-hardware-komponenten(sicher viel schrott)-shop…

    voran, voran…hechel, es geht voran…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: