nong khie(a)w, das fleckchen am ende … der bruecke

hallo,
wie ich sehe, sind ein paar tage vergangen, naja, manchmal fliegt es so vorueber wie … nein, keine abgedroschenen phrasen an dieser stelle. es bleibt, da wir heute, hier den 18.05. schreiben wieder nur der blick zurueck, den ich aus dramaturgischen gruenden in appetitliche haeppchen teile – und raffen muss, da auch die guetlichen vietnamesischen internettarife keine tolkienformate erlauben …

der vorangegangene blog sprach wahr: wir fuhren nach nong khiaw. aber wie! gemuetlich wie inzwischen (in laos) gewohnt, marschierten wir zum bus, setzten uns … in den bus. denn jeder platz, auf dem nicht weniger als ein hintern sitzt, wird geraeumt und neu besetzt. ein, zwei mal draengelte ich mich noch raus, ein wenig sticky rice hier, ein wenig rumlaufen dort… doch dann rueckte die abfahrtszeit naeher und da bleibt man doch lieber sitzen … die zeit verging … und wir saszen. doch der bus war voll! worauf warten? weisz der … eine gute halbe stunde verspaetet (ich weisz, christian, das ist noch gar nichts) setzt sich das gefaehrt in bewegung. doch schreck! der fahrer machte eher den eindruck eines 15jaehrigen unter alkoholeinfluss und liess nichts gutes ahnen. und tatsaechlich (ich sage nicht, dass dergleichen ahnungen stets wahr werden!): schon die ersten schlagloecher, die unser minischumi im galopp nahm, liessen uns unter die niedrige busdecke huepfen. all das liesse sich unter fahrspass in der achterbahn abhaken,und wir haetten genauso aus derwaesche geschaut, wie die kleine auf unsere …

maedchen in huette

… waere nicht nach ca. 1,5 stunden ein reifenwechsel faellig geworden. welch ein spass! zudem liesz der pistenrowdy (hier bewies er weitsicht) es sich nicht nehmen, in pak mong, ca. 20 km vor unserem ziel, seinen kaputten reifen flicken zu lassen. so streckte sich der katzensprung von oudomxai nach nong khiaw auf gute 6 stunden bussitze. sowas kommt von sowas … und sowas dabei heraus:

wir zwei im bus

doch der ritt hatte sich gelohnt! ein kleines staubiges paradies auf zwei seiten eines flusses mit kleinen bambushuetten am ufer der einen seite, deren eine wir sofort in besitz nahmen. und nichts taten. keine tour, kein boot, keine fahrraeder, nichts. essen, schlafen, lesen, essen … fuer ganze 2,5 tage. nicht viel, aber gut. wie immer ist mehr als das gute oder (allzu) anstrengende aus meinem gedaechtnis verschwunden und so bleibt mir von diesem ort nur das angenehme gefuehl, dass geborgenheit mitunter aus dem nichts entsteht, manchmal nur der abstinenz von zuviel anspannung bedarf. ein paar ausgedehnte spaziergaenge durch eine stadt, die wie so oft in laos, eher ein dorf ist, jungs die kataw spielen auf dem hinterhof, hunde, die den wat bissig verteidigten, sodass die einzige kultstaette des ortes ohne unseren besuch auskommen musste – und viel gutes essen: in der glutsonne, an fruehen morgen (nicht zu frueh…) und unter sternen,

blick am abend nong khiaw

stets im schatten des groszen berges, der seine gewaltigen schultern (ich habe irgendwann begonnen, einen ruhenden riesen in ihm zu sehen) ueber dem dorf auspannte.

brueckenblick nong khiaw

ach, und ehe ich es vergesse: schon jetzt kuere ich das beste klo (den besten klo-blick) der reise. bitte schoen:

lieblingsklo nong khiaw

irgendwann begannen wir uns fuer die weiterfahrt zu interessieren (eigentlich haben wir uns nie nicht interessiert, aber spannend wurde es am letzten abend)…

wir hatten laengst herausgefunden, dass uns eine busfahrt von irgendwas zwischen 9 und 14 stunden fuer die fehlenden gut 200 kilometer nach sam neua bevorstand, wobei der bus, der aus vientiane (auch schon gut 12 stunden) kommend gegen 7-9 uhr abends das dorf passieren sollte … ahoi!

mz

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