und endlich … die bucht der romanti … huestel … halong bay

gaehn … 4.15 uhr war es, eine zeit, die unsereiner von zu haus eher von durchwachten, -zechten oder zockten naechten kennt, als der wecker sich seinen weg in unsere traeume bohrte und uns aufstehen hiess. auf nach cat ba! hanoi hinter uns lassen, den weg zum meer, nach 6 wochen ein erster blick!

schnell hecheln wir zum zug, auf strassen, die abends zuvor noch unbetretbar waren, weil der froehlich troetende mopedfluss keine ueberquerung zuliess. doch diese halbe stunde scheint die stadt auf wunderbare weise verwunschen, nur fleissige strassenkehrer, jogger und obskure gestalten aller couleur streifen durch hanoi um 5 uhr morgens. der zug war schnell gefunden, der platz auch (wieder findet sich unweit von uns ein in zivil gekleideter soldat mit gewehr – das den anschein macht, noch aus den befreiungskriegen von anno 1813 zu stammen). der zug rollt und wir lehnen uns zurueck. die stadt wird klein, wenn man sie nicht mehr durchlaeuft. das tun derweil andere…

 flitzer hanoi

 nach halb durchtraeumten 2 stunden erreichen wir haiphong – und werden standesgemaess schon am zug abgefangen, ein freundlicher „offizieller“ touristenbetreuer verschafft uns nicht nur die tickets fuer die faehre, welche nur wenige minuten spaeter ablegt, sondern auch den „ritt“ auf dem moped zum hafen. dass er – ein minute ohne feilschergeist genuegt, ohne zuvor verhandelten fahrpreis aufs gefaehrt zu springen – daran seine 2 dollar verdienst macht, geschenkt. wir sitzen auf dem groesseren bock, einem russischen „hydrofoil“ (was auch immer das ist, es gleitet wie ein wasserskifahrer vorn auf zwei brettern ueber dem wasser) … bis zur offenen see. dort erlaubt der kapitaen sich den spass, alle wellen, die reichlich 3-4 meter zwischen berg und tal messen, diagonal anzuschneiden, und schon ist die achterbahn inklusive … 

die freude waehrt nur kurz, keine ganze stunde dauert die fahrt.  aussteigen, visitenkarten sammeln (hello, sir! can i recommend to you … my hotel is the number 8 in the lonely planet … very good …), irgendwohin verschlaegt es uns. cat ba town (wie innovativ!), das aus nicht mehr besteht, als einer langen hafenpromenade, deren „zweispurigkeit“ deutschem autobahnstandard gereicht, und welche gespickt ist mit hotels aller klasse (wobei wohl alles, was sterne vorweist, diese sich selbst gemalt und verliehen hat…). fuer 4 dollar kommt der klassiker (fan, two bed, tv, hot shower) sogar mit hafenblick, fuer mich sogar mit ansicht meiner bezaubernden begleitung…

 franzi im zimmer cat ba

 die stadt ist wahrlich schnell gesehen, doch der strand genuegt vollends … wellen, muscheln und – da cat co 2 einen steg entlang der felsen entfernt vom ueberlaufenen cat co 1 liegt – beinahe einen hauch von einsamkeit.

weg cat co2

schon auf dem boot war uns der hauch des wiener charme entgegengeflogen, der von einem paar auf den vorderen plaetzen ausging … und schon bald begegneten wir roman wieder, der auf der suche nach „frischobst“ die stadt durchstriff. warum nicht gemeinsam?, fragten wir einander.

tags drauf (gelogen: einen weiteren liessen wir zusammen am strand vergehen) wollten wir den weg wagen zum cat ba nationalpark – auf dem motorrad! ungelogen: ich, fahren, moped!

me moped

unbeschreiblich, (noch ein komma, viele punkte, nach luft ringend) einfach ein erlebnis. wenn ich es bisher nicht fertig gebrach habe, mich meinem wunsch zu widmen, ein motorrad plus den (leider) zugehoerigen fuehrerschein zu erwerben, so hat diese flamme ganz sicher neue nahrung erhalten.

sicher, der park war gross und gruen und voll mit dem, was ein dschungel so zu bieten hat (und wir muessen es wissen: einer der parkbetreuer liess es sich nicht nehmen, uns vor unserer tour noch eine powerpoint(!)praesentation ueber den park vorzufuehren … inklusive aller spezies von fauna und flora).

weite gruene cat ba

und er war wirklich gruen.

ein gruen, das erobert werden wollte …

alle drei cat ba

darf ich vorstellen: roman (ein echter wiener), steffi (eine wahlwienerin) und … die eroberin des dschungels: franzi.

erreicht haben wir unser ziel zwar nicht, aber als sieger haben wir uns dennoch gefuehlt, keine frage … die pose inklusive:

 drei steinhalter cat ba

 ehre, wem ehre gebuehrt. doch das mit dem motorrad, … einfach unvergesslich. entlang der kueste zu fahren, den blick (ein auge natuerlich nur, das andere stets auf der strasse) aufs meer, franzi hinter mir zu wissen …

der rest ist … still to come. morgen frueh, 8 uhr, verlaesst unser schiff(chen) den hafen, an bord wir zwei, steffi und roman und penelope (aus frankreich), die gestern abend noch zu uns stiess …

 zwei boote cat ba

na das rechts (hoffentlich, oder so aehnlich … so sah es jedenfalls aus), das links ist eines jener hydrofoil, die sich, wenn sie fahrt aufnehmen, vorn aus dem wasser heben.

und jetzt ist hier schluss, ich weiss, die bilder nehmen im vergleich zum text ueberhand, aber mich zieht es zum wasser, mich und meine fuesse hineinzuhaengen … und dann abends auf unserem balkon sitzend auf die schaukelnde lichterschar zu starren…

schiffe cat ba

bis dann also … mz

Advertisements

4 Antworten

  1. Slightly unrelated, but… Lange hat es gedauert, aber am letzten Tag haben doch tatsaechlich noch einmal Kinder nach dir gefragt. „He was funny“, they said. And I think you are. Wuerde ihr Deutsch reichen, haette ich sie auf deine Seite verwiesen:)

  2. Hach … wie schööön!!! Es macht solchen Spaß, deinen Blog zu lesen. Und was die Bilder betrifft: immer her damit. Darum sind wir nie nicht böse 😉 Mein Favorit: Matthias auf dem Moped. Jaja, man hat schon viel Spaß mit so einem motorisierten Zweirad. Bei uns geht die Reise morgen früh ohne Motor los.
    Mal sehen, wann ich dann das nächste Mal hier reinschauen kann.
    Ganz liebe Grüße
    Danni

  3. ich denk immer nur an diese zeilen:

    „Saigon. Shit! I’m still only in Saigon. Every time I think I’m gonna wake up back in the jungle. When I was home after my first tour, it was worse. I’d wake up and there’d be nothing. I hardly said a word to my wife, until I said ‚yes‘ to a divorce. When I was here, I wanted to be there. When I was there, all I could think of was getting back into the jungle. I’m here a week now. I’m waiting for a mission – getting softer. Every minute I stay in this room, I get weaker. And every minute Charlie squats in the bush, he gets stronger. Each time I looked around, the walls moved in a little tighter.“

    was gibts zu diesem thema zu berichten? – anyway denk dran, wenn du kannst „burn one down“ (http://www.azlyrics.com/lyrics/benharper/burnonedown.html) for me

  4. deine zeilen und bilder bringen mir ein bisschen vietnam zurück. unvergessliche momente mit euch, die so wunderschön verewigt sind.
    wo immer ihr seid, wir schicken euch grüße. roman und steffi.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: