das mit den spruechen …

first of all: ein nachtrag. da der „zustrom“ an resonanz auf mein angefuegtes postscriptum so ueppig war (ein gutes zeichen. bedeutet immerhin, dass einige bis zu ende lesen …), will ich es nicht versaeumen, jenes erheiternde spruchband nachzureichen, welches in mengen das botschaftsviertel hanois zierte. und ich hatte recht: „frau“ koehler … ist eben nur „gattin“…

 horst war da

 so, und nun will ich in grossen schritten dem hinterhereilen, was wir auf kleinen und grossen fuessen, sowie auf heissen polstersitzen rasender busse bereits hinter uns gebracht haben.

noch einmal in die bucht.

der traum, den schon christian mit seiner schwaermerischen erzaehlung von fluoreszierendem plankton und dergleichen mit auf unseren weg gab, sollte von cat ba aus gemuetliche 30 dollar kosten. nicht ganz der sparpreis der touristenfallen in hanoi, aber eben der luxus, die zeit zu fuenft und ganz nach eigenem gutduenken zu verbringen. soll heissen: wir tuckern mit einem „eigenen“ boot durch die halong bucht, nummer eins auf jeder liste eines jeden vernuenftigen (?!) vietnamtouristen.

wir hatten uns bereits mit unseren beiden freunden steffi und roman fuer die kahnschuckelei „a la romntique“ (keine philologische kritik bitte!) entschieden, was uns noch fehlte, war die entscheidung ueber die duer – ein oder zwei tage stand zur wahl, mit oder ohne ubernachtung auf der nussschale; und die stimmenverteilung lag bei 2 zu 2. ws tun? nichts leichter als das, man laesst sich die entscheidung aus der hand nehmen. mitten in der hitzigen debatte („ja, was tun wir denn jetzt?“ …) setzte sich eine franzoesin mit dem klangvollen namen penelope zu uns und fragte uns, ob wir nicht gewillt waeren, eine der von den hotels angebotenen touren mit ihr zu unternehmen, da sich sonst niemand dazu faende … ueber unsere entscheidungsnoete aufgeklaert optierte sie sofort fuer das „grosse paket“. unsere entscheidung war gefallen.

was blieb, war das tughe stueck – die „verhandlung“. der listige vietnamese hatte unseren sonderwunsch, nach der tour nicht mehr auf die insel zurueckzukehren, sondern gleich in hlong city aussteigen zu wollen, im kostenvoranschlag mit einem grosszuegigen extra von 5 dollar veranschlagt, angeblich, da der hafen von halong city fuer jeden touristen eine entsprechende gebuehr erhebt. das roch nach business – und das wollten wir nicht auf unsere kosten gemacht wissen. langsm pirschte ich mich mit roman an den gewieften gauner heran … und mit der geballten haerte deutsch-oesterreichischer verhandlungskunst (;-)) rangen wir ihm die 5 dollar pro nase wieder ab … waeren wir nicht so muede gewesen, ich bin sicher, wir haetten im hochgefuehl unseres triumphes das erhandelte geld noch am abend wieder versoffen … doch so, blieb das bett.

ein tag blieb noch … und der verbummelte sich schnell entlang der promenade und ein wenig auch am immerweissen strand zwischen den felsen, wenn auch die am wochenende in scharen einfallenden touristen die insel der ostsee im juli ein wenig awehnlicher machten. ein abstruses bild bot sich dort – kleine kinder wurden ins wsser gezerrt, um dort halb ertrinkend in quietschbunten rettungsreifen mit stolzen vaetern fuer fotografen zu posieren, die – in der woche nirgends zu sehen – den strand auf und ab defilierten, um zahlungswilligen eine urlaubserinnerung zu „schiessen“… sonst so zurueckhaltende vietnamesen (und scharen chinesischer touristen) tummelten sich wie uebermuetige kinder m und im wasser, waehrend hinter uns an der strandpromenade bereits die anlage fuer den abendlichen discosound aufgebaut wurde. wir fluechteten.

auf dem weg ins hotel fing uns der „tourorganisator“ b und bat uns mit einem leichten grinsen, in unserem hotel nichts von der gebuchten tur zu sagen. als man dort beim bezahlen der rechnung auch reges interesse an dem weiteren verlauf unserer reise zeigte, wurde uns langsam klar, welch mafioeser sumpf die branche hier doch ist … kampf bis auf den letzten touristen.

am tag der tage fanden wir uns zur verabredeten stunde am rechten platze ein – auch wenn wir unserem turheini ganz sicher die laune verdarben, indem wir lautstark im restaurant fruehstueckten und uns auch (auf penelope ruecksicht nehmend) in englisch darueber unterhielten. mit dem moped gings um drei ecken zur hintersten hafenecke (welch geheimniskraemerei!), noch nie war mein rucksack schwerer und zog mich so sehr nach hinten, und ruf aufs boot. ein loch in der hose behielt ich als triumph von dem eleganten dreher aufs deck. (nein, davon gibt es keine fotos!)

an dieser stelle die preisfrage: welches mag wohl unser boot sein?

 boot1

dieses?

 boot2

oder dieses?

boot3

vielleicht jenes?

boot4

oder gar das hier …?

auch wenn wir sie alle gesehen haben und ich auch ganz sicher das ein oder andere von ihnen gern betreten haette, so kann ich doch mit stolz sagen, es war dieses …

boot unseres 

… das wir irgendwie fuer die paar stunden „unser eigen“ nennen konnten.

ueber die bucxht bleibt wenig zu sagen. beinahe zwei tage lang schipperten wir durch halong- und bai tulong bay, legten an straenden an, assen sea food (3x, 3x lecker … auch wenn es hiess, dass das menu irgendwie … 3x gleich aussah) und planschten im wasser. der rest findet sich irgendwo auf den 400 bilder, die ich gemacht habe. auswahl?

halongfelsen2

 grooooosssse felsen.

halongfelsen1

 weeeeiiiiisssse straende, fuer jeden einen, naja, zwei.

hoehle halong

eine riesige hoehle, gespickt mit stala… naja, steinen von oben und unten … die durch findige guides allerlei schluepfrige ausdeutungen bekamen, aaalten chinesischen schriftzeichen und (angeblich) glueck bringenden steinen, die jeder anfasste und die daher glaenzten, wie es die polierteste glatze nicht vermag.

sonnenuntergang halong

… und natuerlich den „sunset“, der uns zwar im paketpreis versprochen war (kein scherz … ebenso wie der „sunrise“), den aber penelope hart erfechten musste, weil unser lenker, denker und kapitaen es sich nach der (wie er dachte) finalen ankerung sogleich gemuetlich gemacht hatte … wie ueberhaupt nach jeder ankerung, sodass wir ihn stets aus dem tiefschlaf holen mussten, um neue straende, buchten usw zu sehen.

daher der grueblerische gedanken zu den spruechen. in vielen buechern ist von einem idiom der franzosen die rede – „die vietnamesen pflanzen den reis, die kambodschaner schauen ihm beim wachsen zu und die laten hoeren ihm dabei zu. dieses oberschlaue gemurkse ist in meinen augen widerlegt! selten haben ich einen derart arbeitsscheuen menschen gesehen, der nicht nur wenn der anker im wasser war sfort die augen schloss, sondern auch waehrend der kutter tuckerte mitunter bedrohlich schlaefrig dreinschaute. gut nacht!

die fahrt bleibt als erlebnis, rundherum. nicht zuletzt wegen der begleitung von steffi, roman und penelope, mit denen wir viel gelacht haben. zuletzt winkten wir uns aus unseren bussen zu – wir nach haiphong, sie nach hanoi, ahoi.

mz

fghghg

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