wer weit latscht, latscht latschen aus …

(erst einmal bitte ich um entschuldigung fuer den etwas uninspirierenden titel, doch das getippel fleissiger fingerchen um mich herum, die alle eines dieser elend unausstehlichen onlinespielchen spielen – am beliebtesten scheint ein endloser tanzwettbewerb – raubt mir ein paar gehirnzellen)

ein sprung nach haiphong. am kai in halong city vom boot gesprungen wie geworfen – gluecklich waren wir schon, unserem schlafkapitaen ein letztes haendchen zu schuetteln, und dann in die freiheit zu entweichen – wurde uns mit hand und fuss erklaert, dass ein bus kommen sollte. daumen raus und rein. als der jugendliche ticketer uns nur 5000 dong pro nase abverlangte und sich um das einfache kopfnicken auf die frage, ob der bus nach haiphong fahren wuerde, herumdrueckte, schwante uns uebles. doch leicht geht, was leicht kommt – der bus passierte den busbahnhof der stadt, wir sprangen raus und flugs in den naechsten … nach haiphong. ein letztes mal drueckten wir uns die nase an der scheibe platt, um unseren freunden (fuers erste) lebewohl zu sagen, und schaukelten davon. was es hilft, gut informiert zu sein, zeigte sich nur wenige minuten spaeter: auf dem weg aus der stadt, den fahrtwind schon im haar, kam der naechste geldeintreiber und wollte satte 50.000 dong fuer das ticket, das doppelte des am busbahnhof ausgeschriebenen preises. als wir kurz auf dem original bestanden, wurde er rot, erklaerte sich einverstanden und zog von dannen … er konnte nicht luegen.

noch vor 6 uhr abends erreichten wir haiphong. eine stadt, die ganz sicher nicht auf tourismus im grossen stil angelegt ist, hotels waren eher mangelware, doch forschergeist findet nicht nur pilze, sondern auch hotels. ein zimmerchen in wohnzimmergroesse mit allen extras (was man so braucht: kuehlschrank, ein thermoskanne teewasser …). die eigenheit der staedte offenbarte sich auch hier: wo man restaurants vermuten konnte, gab es nichts als cafes, als ob die seele der stadt nichts anderes erfuellte. doch wo gehen die leute essen (haiphong mit ueber 1 million einwohner immerhin drittgroesste stadt vietnams)? ein paar der strassenbuffets haben wir auch ausprobiert, doch die versuchung, im supermarkt, der stark an einen guten alten intershop erinnerte, einzukaufen, war einfach zu gross…

was die stadt sonst noch hatte?

nun, fuer alle, die mit mir in afrika weilten, ein schoenes exemplar des W 50 (hoffe ich jedenfalls), der in vietnam noch einen ganz gewaltyigen fuenften fruehling erlebt:

ifa laster

 eine trasse der eisenbahn, die, beeindruckend wie ueberall in vietnam, sich quer durch die haeuserschluchten hangelt. ich bin sicher, wer sich aus dem zugster haengt, steckt seinen kopf in trocknende unterhosen:

haiphong schienen

 … eine nicht nur bautechnisch substantielle kirchliche tradition, sondern vor allem eine lebendige – ober auf welchem kirchhof hat man schon maenner fussball spielen sehen?

 haiphong fussbalkirche

 auf wunsch eines einzelnen jungen mannes, der sich interessiert zeigte an vietnamesischer kueche: vielleicht war der fisch noch lecker, aber er stank!

haiphong fish

 nicht zu vergessen: die standesgemaesse ehre, die dem gruender der nation zukommt …

 haiphong ho chi minh

 aber das eigentliche highlight einer jeden stadt – und ich sammle und sammle, damit die wenigen, die hier „on display“ liegen, nur ein ausschnitt meines persoenlichen vietnam sind (keine angst, niemand wird auch nur zu einem einzigen foto gezwungen) – die menschen.

haiphong alte frau

und woher ich das alles weiss? anderthalb tage verbrachten wir in haiphong. einen nur zum schnuppern und umsehen und den langen weg zum busbahnhof „probelaufen“, ein ticket nach ninh binh zu erstehen, die „halong bucht der reisfelder“ (dabei hatte es mich einen halben tag gekostet, das anhaltende schaukeln der planken unter meinen fuessen loszuwerden), doch der genuegte, sich umzusehen … menschen, menschen, menschen … und jeder wuselte auf eigenen wegen.

und wir auf platten fuessen nach ninh binh.

mz

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