ein backofen mit hoehlenkuehlung

uff … ich jage mir selbst hinterher. wer soll da noch mitkommen? erinnern du dich musst! derweil ich in einem internetcafe in hoi an sitze – und ein verrueckter vietnamese neben mir wie wild geworden auf seine tastatur haut, um seinen virtuellen supertaenzer zum steppen zu bringen, yippieh – soll ich mich an die wie aus einer doenerbude gedampften heissen tage von ninh binh erinnern.

in windeseile kurvt uns unser bus, wie es sich fuer einen „local bus“ gehoert, in richtung ninh binh, nachdem wir um 6 uhr morgens unsere taschen durch haiphong wuchteten. schweissige angelegenheit, aber ungeheuer belustigend, dem volke beim fruehsport zuzusehen … tai chi, jogging, walking (wirklich!) und v.a. badminton erstrecken sich verkehrslaehmend auf haiphongs strassen. doch da … laotische verhaeltnisse! der bus liegt lahm und es wird erst einmal ein stuendchen geschraubt. wundersam, als der regen einsetzt, ist alles wieder in butter und wir donnern wieder ueber die landstrasse – wie damals manfred krug …

nur wenige kilometer vor ninh binh springt ein junger kerl zu, der uns ganz zufaellig was von seinem hotel erzaehlt … wir sind guter laune, gehen mit … und mieten uns ein. eine gute wahl: 5. stock, blick ueber einen see (naaa guut, einen tuempel, aber mit huette in der mitte), mal wieder KEIN HBO und star movies (heisst: lesen statt glotzen) und viel guten service wie auch guenstiges essen.

ich uebe mich in kuerze: ein tag bettruhe – franzis bauch ist ein banges wesen, mit dem wir oefter zittern, als uns lieb ist -, der mich beinahe 400 seiten meines buches kostet (wo kriege ich nur so schnell neue her?). und dann rauf aufs moped! weder scheuen wir den verkehr des highway 1a (die meistbefahrene strasse vietnams, huestel … angeb), noch die 30 grad im schatten um 8 uhr morgens. auf nach tanm coc, der kuehlung fuer verschmorte hirne: ein see-fluss, der durch drei lange hoehlen seinen weg entlang ausgedehnter reisfelder nimmt. eine schoene paddelei, bei der ich es mir nicht nehmen liess, gegen ende heroisch selbst das paddel zu ergreifen …

unsere grosszuegige trinkgelderei war der dame leider nicht spendabel genug. so stand die enttaeuschung auf unser aller gesicht geschrieben – auf ihrem ueber unsere knausrigkeit, auf unserem ueber die unverschaemtheit (doch wer weiss schon, wieviel von dem bezahlten eintrittsgeld den weg in ihre tasche findet …). dennoch, nichts truebt dies …

 tam coc

 und dies …

tam coc fussrudern 

ich meine, wer moechte das NICHT koennen? mit den fuessen rudern … und in der hand ein kuehles bier? wahnsinn. muss ich lernen, fuer die naechste paddeltour.

doch unser heisser ofen trug uns noch weiter, eine stolze anzahl tempel steht auf unserer jagdliste, wie auch der blick ueber eine der (wahrscheinlich unzaehligen) fruehen koenigsstaedte vietnams: hoa lu.

 hoa lu blick

 doch die fahrt itself war einmal mehr das eigentliche highlight des tages. unvergesslich. durch winzige doerfchen auf strassen, die kniehoch im reisstroh versunken waren, das man (dorf) dort zum trocknen ausgelegt hatte, links und rechts auf den hoefen trocknete zudem mit feinen harkenmustern durchzogen der reis „itself“. in rasender fahrt gelang mir nicht mehr als dies von den in mein hirn gebrannten impressionen auch fuer die nachwelt zu digitalisieren:

ninh binh strohstrasse

 was danach kam, war die grosse muedigkeit … die wir mit zielgenauer listigkeit auzunutzen wussten, um die 600 km bis hue zu ueberbruecken … in verstohlen gebuchtem luxus: einem sleeperbus. cool (in vielerlei hinsicht). der naechste morgen erschien mir um 5 uhr frueh in der horizontalen, waehrend der bus sich seinen weg in die naechste alternde koenigsresidenz … hue.

mz

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