pakse – don khong – wieder pakse … und ein souvenir

der lonely planet, auf dessen weise, wenn auch ueberaltete ratschlaege ich ja auch hier bereits einige male zurueckgegriffen habe, hat ueber den aeussersten sueden v.a. zu berichten, dass es dort, obwohl laos selbst bereits als „low tempered“ gilt, der blutdruck noch einmal in tiefen sackt, die nichts anderes nahe legen, als sich in eine heaengematte fallen zu lassen und auf einer der 4000 inseln im mekongdelta den selbigen fluss an sich vorueber“schleichen“ (ja, er ist wirklich nicht besonders rauschend, v.a. in der trockenzeit) zu lassen. (ich weiss, langer satz…)

nun sind wir natuerlich nicht jedermann und wir waeren nicht wir (zwei), wenn wir nicht einen weg finden wuerden, diesen rat zu missachten. plaene hatten wir schon, die insel zu umrunden, vermessen, ausheben, abschreiten und was sonst noch so geht. aber es kam anders. franzi sei dank.

nachdem wir eine leichte grippe franzis abgewartet hatten, die sie sich auf unserem von wasser so gesegneten ausflug ins bolavenplateau eingefangen hatte, liessen wir es touristisch angehen – und uns mit dem minibus nach sueden schippern. nach den hoehen des noerdlichen laos ist die breite und v.a. die „schnurgeradigkeit“ der strassen geradezu unglaubwuerdig. eine strecke von 120 km in knapp 2 stunden zurueck zu legen, das hat ja fast schon deutsche ausmasse. irgendwie seltsam. und zu schnell.

kaum aus dem wagen gespuckt, war dieser auch schon weg und wir standen am flusse. auf der falschen seite. endlich, das blut sackt ab, kein schiffer da. ein bissel warten, gell? irgendwann kam einer, unverschaemte preise gab’s auch hier, alles gut. er tuckert uns auf die andere seite, wir begutachten die fuelle der guesthouses, die vieles haben, nur keine gaeste um diese zeit. ein schoenes holzhaus mit einem stets laechelnden besitzer war das quartier unserer wahl (namen sind schall und rauch. dass es khang khong villa hiess, war dann doch etwas uebertrieben.). ein sueppchen, ein schlaefchen und dann raus auf erkundu… denkste.

schon gegen mittag hatte franzi sich auf eine temperatur von 37,5 grad geschraubt, tendenz steigend. kein zweifel, die ruhe war nix fuer uns und bei franzi was im busch. als nach 2 stunden die 38 spielerisch genommen war, stiegen auch unsere befuerchtungen und nur der hinweis unseres gastwirtes, es gaebe ein hospital auf der insel, hielt uns davon ab, irgendein gefaehrt anzuheuern, um nach pakse zurueck zu kehren. er begleitete uns dorthin. damit waren wir immerhin schon drei im spital, denn sonst war weit und breit niemand. irgendwann kroch eine krankenschwester aus einem raum, telefonierte einen doktor herbei, der barfuss auf seinem moped daherkam und unentwegt lachte. er stammelte was auf englisch, wir zurueck. was er uns verschaffte, war die gewissheit, dass franzi nicht dem malariavirus anheimgefallen war, der rest war spekulation. „i think … you have the flu.“ mhm. ok.

bett, paracetamol, wasser. von der insel habe ich nur folgende – reale wie imaginaere – eindruecke:

don khong vorstimmung

ein schoenes gewitter, das kann ich sagen…

don khong franzi suppe

welche muehe, franzi zu einem sueppchen zu ueberreden …

don khong sicher ist sicher

und der gedanke, dass sicher immer noch sicher ist, sich einen weg nach oben zu bahnen ..

nach zwei tagen bettruhe war uns das nicht mehr sicher genug und wir raeumten morgens ueberstuerzt das zimmer und kutschten – diesmal gemuetlich wie immer im local bus –

pakse busmaedchen

nach pakse zurueck. dort angekommen rauschten wir ins guesthouse zurueck und liessen uns einen arzt empfehlen. dieser stellte kurzerhand fest, dass franzi sich eines souvenirs der besonderen art versichert hatte: denguefieber. nich so schlimm … bett. paracetamol. trinken (und was fuer ein gebraeu … eine elektrolytmischung, von der franzi, wie sie mir versichert, das essen bis zur halskrause steigt). wie gehabt.

nach zwei tagen und noch immer mit fieber standen wir wieder bei ihm auf der matte. sichtlich schwitzend war ihm das dann doch zuviel (ich scherze, es war heiss …) und er riet uns, dann doch das krankenhaus aufzusuchen. uuh. welch eine erfahrung. ich kann fuer franzi schlecht sprechen, weil mir die rolle des geldgebers (jede medizinische leistung, sei es ein test, ein medikament, oder auch das zimmer musste mit einem doppelten formular in der hand erst bezahlt, dann abgeholt und schliesslich wieder ins zimmer getragen werden. wie ein kranker das allein schaffen soll, ist mir ein raetsel.aber es scheint, als ob in laos ein kranker nie, wirklich nie allein ins krankenhau geht – auf einen kranken kamen ca. 2-10 besucher, die auf, unter und um sein bett luemmeln.) und tatenlosen zukam, doch das gefuehl, ein kuriosum zu sein, ein tiger im zoo, ist mir nie so augenscheinlich geworden wie in diesen zwei tagen. jeder gang hinter einer krankenschwester zur bezahlstelle war ein spiessrutenlaufen im zirkus. und franzi? man sollte sie selbst fragen, doch sie hat sich tapfer geschlagen, ihre kraefte zusammengenommen … und so konnten wir nach zwei tagen unseren weg ins frei nehmen. ein bisschen schwach war sie noch (ich nicht minder, soweit geht die liebe ja immer…), so verbrachten wir die ihr verordnete ruhe zwischen guesthouse(bett) und restaurant. inzwischen sind die tage verstrichen und wir haben die durch das nichtstun angewachsene reisekasse genutzt, um die verlorene zeit mit einem direktflug nach siem reap aufzuholen – morgen frueh 7:45 uhr geht es los.

der rest, den diese stadt uns mitgibt – viel darf es nicht sein, mehr als 20 kg laesst man uns ja nicht -, sind die bilder des kuriosen und des schoenen. ein paar schon hier:

pakse wolkenbank

pakse moenche im kloster

pakse katzenschmaus

pakse wedel

pakse franzi portraet

da ist sie wieder …

mz

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