phnom penh

die zeit rast, die letzte etappe dessen, was man“unsere“wanderschaft“nennen koennte, ist erreicht. phnom penh. nocheinmal durch die muehlen des busticket kaufens gehen, noch einmal morgens ein „minibuspickup“ (wie laecherlich, uns 300m weit bis zum stuetzpunkt der busgesellschgaft zu fahren … man traut travellern, auch wenn sie tuausende kilomter weit kommen, wahrlich nichts zu), plaetze finden. danndie lustige bestaetigung dessen, was christian mir dereinst erzaehlte, worauf ich aber monatelang (v.a. in laos) vergeblich wartete: tatsaechlich macht der bus pflichtverbunden alle 1,5-2 stunden eine pinkel- oder essenspause, selbstverstaendlich am“vertragsrestaurant“, doch man steht. fuer uns, die wir unsere blasen auf „vorhaltezeiten“ von mehreren stunden trainiert haben,eher laestig. aber die snack- und mampfgewohnheiten kambodschanischer busreisenden (denn wir waren tatsaechlich die einzigen auslaender,wer mag das glauben auf dieser „rennstrecke“?) sind ein eigenes feld ethnologischen humors. der zweite busstop erwies sich als ausgesprochener delikatessensupport: heuschrecken en masse wanderten in tueten, dosen in den bus und handvoll in muender. ein kurzer blick genuegte uns, dass wir mit unserem vorher besorgten baguette vorlieb nehmen wuerden.

die fahrten durch das land verbleiben fuer mich – und werden es wohl auch im rueckblick stets – einige der gropessten schaetze, tiefsten eindruecke. sicher, man kommt nicht ganz nah ran an die menschen, es verbleibt eine scheibe, eine staubwolke, die rasende geschwindigkeit (die aber doch manchmal alchhaft niedrig ist angesichts der strassenzustaende) oder einfach nur die staubwolke … aber es ist gerade die distanz, die dem wachen auge ohnehin lachhaft klein erscheint (und sprechen koennte ich mit ihnen zudem meist ohnehin nicht), die mir eines ermoeglich hat: dabei zu sein ohne zu stoeren. ohne den blick zu erzeugen, der, auch wenn er lacht, mir sagt, dass ich ein fremder bin. so rausche ich durch eine welt, in der das leben auf der strasse – oder zumindest stets sehr nah daran – stattfindet. was ich zu sehen bekomme, ist ein wohnzimmer, ein sehr grosses … und ich geniesse es. von den tausenden bezaubernden, erschreckenden, belustigenden, verstaubten und unvergesslichen bildern habe ich vielleicht ein paar hundert tatsaechlich festgehalten, aber selbst die sagen (wenigstens fuer mich) noch mehr als genug.

bbm-pp people1.JPG

wie diese beiden, die ihren eigenen wind machten.

nun also phnom penh. kein zweifel: ich war in (fast) keinem hinterhof, in keinem slum in keinem verwanzten bett, also „weiss“ ich nicht, wovon ich spreche, doch ich mag diese stadt. sie lebt. sie lacht. sicher, ueberall laufen noch beredte zeugnisse der geschichte durch die strassen, die sich hier, kaum 30 jahre ist es her, zugetragen haben. doch ueberall, das ist kein geheimnis, faengt man neu an. dort, wo man schreckliches zu ueberwinden hat zumeist mit noch groeserer vehmenz, mit erstaunlicherer entschlossenheit, mit lauterem lachen. sie haengen noch irgendwo, irgendwo zwischen …

pp old building.JPG

alt…und…

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neu … auch wenn das neue nur zu oft „eingeflogen“ ist, und sie es nur von aussen bestaunen, doch die hoffnung fliegt mit und sie werden es vielleicht irgendwann und irgendwie in besitz nehmen…

wie dieses monstrum von markt, das irgendwo in den strassenschluchten franzoesischen nummernwahns (diese strassenbenennung nach nummern ist der horror…) sich ploetzlich erhebt…

pp market.JPG

nun rennt mir die zeit davon, doch was diese stadt liebenswert macht, erklaert sich fast von selbst, es ist ihr lachen.

pp people1.JPG

selbstr das der guten verlierer, wenn man ihren froehlichen anruf „he … tuk tuk?“ mit einem „no“bescheidet, lachen sie noch (meist…)

pp tuk tuk driver.JPG

so long, das naechste mal werden wir uns wohl wieder aus thailand melden…

mz

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Eine Antwort

  1. Das Marktzentrum hat was von Raumschiff. Spannend in jedem Fall:)

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