die mitte

in der mitte von irgendwas möchte man eigentlich sein. nicht mehr am anfang, dem stets das unfertige, ahnungslose ahaftet. eine lüge, von menschen aus der mitte erdacht, die es sich leisten können, den anfang zu preisen, dass der anfang, das privilieg der jungen, unfertigen, beginner, ein aufbruch sei, ein einmaliges element, das den reiz des neuen mit sich führt, den wert des unverbrauchten und das reservoir alles möglichen. alles lüge. der anfang ist das steile stück des bergs, der nicht eingefahrene sattel, schuhe, die noch keine den füßen angepasste form haben, der weg, der sich kurz hinter der torausfahrt gabelt und keinen wegweiser hat.

vom ende will keiner reden, das ist marktwirtschaftlich — ein verlustgeschäft. zumindest im bereich der „human resources“, früher: menschenleben. im projekt ist das ende die abrechnung. für die war früher ein hörnerträger verantwortlich, im besten der fälle. dann wurde wenigstens gerechnet. die gegenseite versteht sich ja seit jeher eher auf die weißwaschung, den langen hellen gang und die ewige stille.

anyway. die mitte. genau betrachtet — der königsweg, der goldene schnitt (keine mitte aber die optische zentrale), das fadenkreuz — von allem gleich weit entfernt, kein vor, kein hinter sich. dort sein heißt schon gesehen, gelernt, geleistet und geliebt haben und doch von allem noch eine portion auf dem teller. schnittig.

middleman

mz

new beginning

in der tat ist mein letzter eintrag einige zeit her. lang genug um anzunehmen, der urheber dieses blogs sei ausgestorben, -gewandert oder -getrocknet. au contraire! noch immer hier, noch immer ohne stimme, die mir auch während unserer zeit in asien nur die fülle der ereignisse verliehen hatten. sie ist sicher hier, das weiß ich, aber anstatt der festen, tippfesten stimme fließt zumeist das dazwischen in die zeilen, das füllt, während ich auf die bedeutung warte.

derweil habe ich beschlossen, dass das nichts bedeutet, dass nichts bedeutet. klar soweit?

was wiederum bedeutet, dass ich schreibe, um mir selbst auf der spur zu bleiben – und dem sinn. der sicher nicht nur vor mir davonläuft, sondern auch dem ein oder anderen abhanden gekommen ist. bis auf jene vielleicht, die ihn nicht brauchen – ich glaube nicht so recht, dass jene, die nicht nach ihm suchen, dem bild des edlen dulders in der moral entsprechend, von ihm im gegenzug „frei haus“ aufgesucht werden; blödsinn! – und die, die sich in seinem besitz glauben: einbildung ist eine gewaltige macht und es stimmt wohl, manchmal kann man zwischen sinn und seiner einbildung nicht unterscheiden – doch was macht es, wenn es wirkt? anyway …

es soll wieder etwas werden, das wollte ich sagen. wen ich ein wenig neugierig machen kann, auf meinen „selbstwunsch“, mir und den dingen, die mir begegnen, einen platz zu geben, der sich jenseits meines hirns befindet, der sei hiermit eingeladen, öfter vorbei zu schauen, sich ein rss feed (?) auf meine seite zu besorgen, um keine der spannenden folgen zu verpassen. eins der wenigen versprechen, die ich zu geben gewillt bin: es wird spannender werden, als es heute ist. schließlich spät genug – und „die parteien in brandenburg“ haben mich heute ausgelaugt; … bücher können ein segen und eine qual sein.

ehe ich es vergesse: bilder sollen hier auch eine wichtige rolle spielen; schließlich knipse ich zu gern. allerdings ist ihre platzierung keineswegs unabdingbar folge eines illustrationswillens; entsprechend den grundsätzen der bedeutungsguerilla ist vielmehr grundsätzlich vom gegenteil auszugehen. was bild ist, bildet nicht!

guerre

so far, see you, mz