vor-verreisung 2

ich habe ja bereits einmal versucht zu beschreiben, was sich tut, noch bevor eine reise letztlich angetreten wird. noch immer denke ich, ich habe es nicht wirklich erfasst.
was vorausreist, ist die distanz, sind die brücken, die man bereits abbricht, obwohl man noch immer am selben ort ist, dem alltag anhängt und alles tut, was zu tun ist. wenn man nur lange genug zu reisen gedenkt, hört man auf, all die kleinen und mittelgroßen pläne zu machen. sicher, die großen bahnen bleiben bestehen, solange man zurück zu kehren gedenkt. die wenigsten kündigen jobs, wohungen und beziehungen (auf), wurzeln auszureißen ist ein ganz anderes kapitel. was jedoch schwindet, sind die einträge im terminkalender, das große weiße loch, das sich an enden hereinfrißt und – durchaus positiv – breitmacht. es fehlt etwas, doch um für etwas anderes platz zu machen.
insofern ist das verreisen vor dem verreisen, von dem ich hier spreche, eher ein nicht-tun statt der betriebsamkeit der hausapothekenaufstockung, reiselektüresichtung oder survivalequipementauswahl. ein nicht-tun, das gut tut.

sollen wir erstmal losfahren? losfahren!

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