die mitte

in der mitte von irgendwas möchte man eigentlich sein. nicht mehr am anfang, dem stets das unfertige, ahnungslose ahaftet. eine lüge, von menschen aus der mitte erdacht, die es sich leisten können, den anfang zu preisen, dass der anfang, das privilieg der jungen, unfertigen, beginner, ein aufbruch sei, ein einmaliges element, das den reiz des neuen mit sich führt, den wert des unverbrauchten und das reservoir alles möglichen. alles lüge. der anfang ist das steile stück des bergs, der nicht eingefahrene sattel, schuhe, die noch keine den füßen angepasste form haben, der weg, der sich kurz hinter der torausfahrt gabelt und keinen wegweiser hat.

vom ende will keiner reden, das ist marktwirtschaftlich — ein verlustgeschäft. zumindest im bereich der „human resources“, früher: menschenleben. im projekt ist das ende die abrechnung. für die war früher ein hörnerträger verantwortlich, im besten der fälle. dann wurde wenigstens gerechnet. die gegenseite versteht sich ja seit jeher eher auf die weißwaschung, den langen hellen gang und die ewige stille.

anyway. die mitte. genau betrachtet — der königsweg, der goldene schnitt (keine mitte aber die optische zentrale), das fadenkreuz — von allem gleich weit entfernt, kein vor, kein hinter sich. dort sein heißt schon gesehen, gelernt, geleistet und geliebt haben und doch von allem noch eine portion auf dem teller. schnittig.

middleman

mz

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