leseanleitung für neulinge

hallo,

mir fällt auf: für jene, die nicht so oft blogs lesen, könnte dies verwirrend sein. da blogs wie tagebücher geschrieben, aber wie zeitungen gelesen werden, erscheint stets der neueste eintrag zuoberst. wer also den rest noch nicht kennt, schaut vielleicht zuerst ganz unten nach, um sich zu orientieren und liest sich nach oben (heute) durch. so, start frei!

das unbekannte hinter dem sichtbaren

so far, so well, wie mein onkel immer … naja. ein nachtrag sei fürs erste noch erlaubt. die geheimen akten der reisevorbereitungen ein letztes mal geöffnet, für den blick in die ungeahnten tiefen der rost-zimmermannschen präparationsmaschinerie. eines, der uns zur verfügung stehenden mittel ist eine umgekehrt diametral-angulär interpolierte zeitmaschine (nein, sie wird nicht mit die-coke und bananenschalen betrieben, wie man noch in den 90ern zu wissen glaubte), die uns einen blick voraus auf unsere erlebnisse erlaubt.

ohne große worte, dies spricht für sich.

wir beide in der Scheibe

das sind wir auf dem flughafen. ein letztes bild, ein spiegel unserer selbst – leider hatten wir vergessen, den wetterbericht zu lesen und waren die bekleidung betreffend nicht auf der höhe der wetterprognose für unser zielland. doch vor ort entledigten wir uns kurzerhand unserer gesamten ausrüstung, „besorgten“ uns auf verschiedenen wegen neue und sind nun auf besten wegen.

Strandpartie

wie es sich gehört – das hätte ich auch ohne zeitmaschine gewusst – verbringen wir die ersten stunden am strand. (wer sich fragt, wo ich bin – ihr dummerchen: ich musste doch knipsen) bis wir feststellen, dass bangkoks strand, an dem wir lagen, kein strand, sondern eine kiesgrube war. anyway, für einen sonnebrand hat es gereicht – und, wie das bild zeigt, waren wir nicht die einzelnen dummen.

Fahrradfahrer

ganz dem rat meines freundes christian folgend haben wir uns schnell einen fahrbaren untersatz besorgt – zuerst dann aber doch lieber den ohne motor – und machen uns auf den weg ins landesinnere. ein paar kinder halten ein wenig mit, aber unser tempo ist fast schon reif für eine der großen europäischen radrennschleifen … laos, wir kommen!

Bootsmann

den mekong hinunter … in gemieteten gummireifen. ja, so hatte es sogar schon prophet michel der weitgereiste vorausgesagt. und so fuhren wir, in wasserdichten eigenbauten, den großen fluss hinab. dieses eine mal ließ ich franzi an den auslöser, mich großen maritimen eroberer abzulichten. was für ein erfolg!

Frauen auf dem Feld

und dann – erreichen wir vietnam, das land der großen reisschalen-tragekonstruktion. der erste blick … ist ein hinterer, ein fleißiges volk, letztlich weit farbenfroher, als wir es uns erträumt hätten. einträchtig stellen wir uns dazu, helfen ein wenig und lassen uns eine schale reis als belohnung reichen.

windy coast

doch kaum erreichen wir die küste, ist die welt idyllischer reisfelder hinweggefegt, das raue klima asiatischer see bringt leben in unser beruhigtes travellerleben. von links hält franzi den daumen ins bild – den fuß dazu im wasser, unser weg geht weiter! nichts weht uns um.

das, soweit, der blick in die zukunft. die vergangenheit – als ehemals zukunftiges – wird nachgereicht.

mz

For „Hoeje Taastrup-people“ only

hi,

since i cannot expect you reading all this stuff in german i write some lines just for you. this is the blog i opened to write about the four-months-trip through asia i’m going to do with franziska from sunday on. we’ll visit thailand, laos, vietnam and cambodia within these (around) 16 weeks. i made a sketch of our route in the post „der plan“ that is shown as a link on the first page. since i try to write some lines every now and then i hope you’ll have a look around this place everytime you think of me – and leavea short comment. since i won’t be able to do more than thinking about our of a „meeting“, maybe somebody else might just propose a new date … and so on. i’ll be with.

next thoughts will be here around tuesday, maybe thursday … when i had my first thai food and lived through „one night in bangkok“…

me in krakow

remember? me in a crazy disco in krakow…

cu, mz

Der Plan

So,

damit sich nicht jeder durch all den wust quälen muss, der ohnehin nur jeden zehnten interessiert und jeder fünfzehnte witzig findet, ist dies ein post, der im wesentlich daraus besteht, unsere – vorläufige, hochgradig diskursive, veränderungsfähige – route zu beschreiben.

zuerst, das ist Südostasien (wahrscheinlich meist nur als SOA):

Karte Indochina

das frühere indochina ist heller eingefärbt, egal. wenn wir all unsere befragungen,(an)lesungen und intuitive wünsche zusammenfassen, kommt in etwa diese route als mögliche in frage:

Die Idee einer Reiseroute

los geht’s in bangkok, dort, wo ein wenig krakelig „start“ steht. die ersten zwei wochen werden uns wohl nach nordostthailand führen, wo wir uns an land, leute, essen, temperaturen, umstände aller art zu gewöhnen hoffen. wenn uns das gelungen ist, werden wir in das etwas „abgelegenere“ laos hinübertingeln und uns dort den dünn besiedelten norden ansehen. nach vielleicht drei wochen wollten wir dann nach vietnam, wo wir in nur vier wochen uns ebenfalls den norden, hanoi, die ha long bay und ein wenig des mittleren vietnams zu gemüte führen wollen. danach geht es wieder zurück nach laos, wo schließlich noch die ganze mitte und der süden zu entdecken bleiben, sollten wir, den mekong entlang, dann im süden laos‘ ankommen, reisen wir nach kambodscha weiter, wo eine kleine rundtour uns auch („natürlich“) nach phnom penh und angkor wat führen wird. abschließend hoffen wir noch ein paar tage auf einer insel irgendwo zwischen kambodscha und thailand zu verbringen, ehe es wieder nach bangkok und zurück nach deutschland geht. das, meine lieben freunde, wär es in etwa.

ich hoffe, ich lese und höre viel von euch, jeder kommentar ist ebenso willkommen wie eine mail, weil ich, so oft wie mir möglich, hierher schauen werde, um ein paar brocken unserer erfahrungen mit euch zu teilen. wer uns ab und zu eine sms schicken mag, tut dies an unser mobile mit der nummer +423/663212019, wir freuen uns über nachrichten, gedanken und grüße.

und nicht vergessen: freedom is mostly nothing else but waydom.

greek smile

euer mz

Der lange Weg – zur Startlinie I

noch sind wir ja keinen schritt aus dem haus, geschweige denn auf asiatischem boden, gegangen. und doch will mir das zurückgelegte schon gewaltig erscheinen. ohne zu prahlen oder zu langweilen will ich kurz skizzieren, „what crossed our minds“, während wir daran bastelten, das erträumte aus der (schloß)wolke heraus zu schälen und in rucksäcke, tickets und viele holprige abenteuer zu formen. für jene, die dergleichen bereits hinter sich haben, sei’s eine willkommene erinnerung an eigene mühsal vor dem aufbruch; wer selbst noch „frischling“ ist, lasse sich nicht abschrecken, eher ermutigen.

bleiben wir beim wesentlichen:

1. der flug.

wer weiß, vielleicht kann man es sich ganz einfach machen, zu jojo in der gutenbergstraße gehen, sagen: geben sie mir einen flug nach bangkok und zurück, von dann bis dann. gut ist. irgendwas kommt raus, das legt man im gegenwert bunter scheine auf den tisch und geht wieder raus, den ersten eckpfeiler eines traumurlaubs in der „toaschen“. nicht so bei uns. grund dafür ist zweierlei: sparsamkeit und unentschlossenheit. letzteres zuerst: sollten wir nach bangkok fliegen? von dort wieder zurück? oder doch lieber einen gabelflug – hinzu nach bangkok, rückzu etwa von hanoi? und überhaupt: wohin lässt sich fliegen (denn die lange entscheidung, welche landstriche, länder, regionen, ja kontinente eben NICHT besucht werden, nimmt einem niemand ab…)?

diese entscheidung einmal schweren herzens getroffen, bleibt die ebenso spannende wie nervenaufreibende jagd nach dem „traumtarif“. dank unserer „insiderin“ im reisebüro, britta (dank von hier aus!), schrumpfte der flugpreis im laufe der wartemonate von gut 700 auf letztlich gemütliche 600 euro – mit den emirates airlines, die hoffentlich so gut sind, wie ihr sagenhafter ruhm, herab. here we go, no, fly.

2. versicherungen

was der mensch nicht alles tut, um das gefühl zu haben, „sicher“ zu sein – umsichtig handeln, auf sich achten, sichtbar bleiben, einsichtig werden (im alter); und nicht zuletzt versicherungen abzuschließen, für alles. hätten wir alles versichert, was möglich war, wäre unser budget mit „sicherheit“ erschöpft gewesen, bevor wir unseren economy-sitzplatz im flieger erklommen haben. so blieben uns nur die reiserücktrittsversicherung (die sich für mich zum beliebten running-gag angesichts einer jeden alltagsgefahr erwies – „naja, wenn was passiert wär: wir ham ja reiserücktritt…), eine auslandsreisekrankenversicherung (trotz der einfachen kompositabestandteile ein durchaus kniffliges wort) und nicht zu vergessen eine haftpflichtversicherung mit sagenhaften 10 mio euro deckung – für meinen alptraum: ich schlafe mit einer brennenden zigarette auf dem bett ein und das guesthouse fackelt ab. mhm, das ich gar nicht rauche, kam in diesem alptraum gar nicht vor. nun denn, sicherheit geht vor…
3. Reiseapotheke

das kernstück unseres reisegepäcks, randvoll mit ebenso lebensrettenden wie antibiotikastrotzenden substanzen, die vermutlich, wären sie nicht fein säuberlich voneinander getrennt, längst seltsame symbiosen miteinander eingegangen wären. miracoulix wäre vor neid erblasst. ausgestattet mit guten ratschlägen von mindestens einem halben dutzend mediziner, erfahrener südostasienreisender sowie erfahrener süostasienreisender mediziner sollten wir gewappnet sein gegen jede krankheit, die unseren weg zu kreuzen wagt. sollten wir wider erwarten dennoch einmal von ungewarnten bazillen angefallen darniederliegen, würde ich todbeleidigt sofort beschwerde einlegen. vor allem bei adine, deren guten rat (es bekommt nur malaria, wer angst vor ihr hat) ich mir fest in mein reisebüchlein notiert habe, um ihn jeder anschwirrenden anophelesmücke unter den rüssel zu reiben.

ich erkenne bereits, dass die weisheit, die ich am anfang besaß, als ich schrieb, dass eine ungeheure fülle an dingen bedacht werden wollte, mich schon kurz darauf verließ. nämlich als ich angab, über alle jetzt und hier und gleich schreiben zu wollen. einfach unbedacht. deshalb schließe ich hier vorerst und liefere weiteres nach, am besten an passender stelle. aber obacht: es folgen noch so „spannende themen“ wie visa, fotoausrüstung, klamotten, malariaprohylaxe, reiserouten, reiseführer, insiderinformationen (vom grenzübergang bis zur binnenschiffahrt) und nicht zuletzt „reiserelevante sicherheitshinweise“…

unsere sachen stehen ohnehin gepackt im flur … klein gramm zuviel.


überladen

bis dann, mz

Warum eigentlich … das und anderes.

das gute in kürze: in „genau“ 7 tagen und ca. 2 stunden sitzen franzi und ich im flieger auf dem weg nach bangkok via dubai. bemessene vier monate wird unser zuhause ein rucksack sein, der in franzis fall 45 liter (da passt sie ja nicht einmal rein) und in meinem 65 liter fasst. neben der uneinholbaren freude, alle von euch erhaltenen wasserstandsmeldungen, hochzeitsanzeigen, schmäh- und lobreden oder bloßen grußmails in ausführlichkeit zu beantworten, soll dieser blog uns die möglichkeit geben, von zeit zu zeit die kilometer oder wenigen schritte, die wir hinter uns gebracht haben, zu dokumentieren. im besten falle bringt euch das dann spaß und bewahrt uns davor, heimlich rundmails zu schreiben oder jemandem etwas 2x zu erzählen.

mal sehen. gute antworten, feste entscheidungen oder kühne entschlüsse sind nicht selten die folge nicht minder guter fragen. im besten falle dergestalter fragen, die, vom antworter, entscheider und entschließer selbst sich gestellt, über den tatkräftigen auch einen wachen und (selbst)kritischen geist offenbaren. zu der frage: „was nun?“ gehört jedoch zunächst in den wenigsten fällen ein nobelpreisträgerhirn.

die früh-, mid- oder endlifecrisisverdächtige „was nun“-konstruktion gehört natürlich der ausgangslage an, die zum ursprung der hier dokumentierten reise und damit auch keimling dieses blogs war (und ist). studium geschafft, etappenfahne geschwenkt, jetzt der sekt am abend und das kräftetanken für die morgige schwere pyrenäenetappe mit bergankunft … oder so ähnlich. fakt ist, franzi und ich haben (dank meines vermögens, dinge in die länge zu ziehen) anfang des jahres unser studium beendet. was nun?, kann vieles heißen. kein zweifel: was sich landläufig umbruch, neuanfang, übergang oder einfach nur berufseinstieg nennt, lauert irgendwo hinter der nächsten (oder gerade passierten) kurve. zeit für innovation, gewiss…

philosophy

aber die notwendigkeit, sich einen tanzbereich im gerangel um individuelle stanordvorteile zu verschaffen, war wohl der geringste unserer gründe, die zelte einzurollen und den großen bollerwagen nach bangkok zu buchen. vielleicht eher das verlangen, der übergang zu dem, was an das abzuschließende anschließt, möge so markant wie nur möglich sein. auf freiheit nicht knechtschaft folgen; und der „anstudierte“ weite blick sich nicht allzu schnell in die enge arbeitsmarktbedingter not(stands)lösungen zurückziehen. insofern ist der zeltabbau kein -abbruch, eher ein -aufbruch.

was von jetzt an, zuerst in schneller folge bis zum 07.04., dann wohl kaum mehr als wöchentlich oder seltener, nachkommt, ist alles, was mir (uns) wert erscheint, gelesen zu werden. ist dem nicht so, sagt es.

los geht’s.

Weglos

mz