new beginning

in der tat ist mein letzter eintrag einige zeit her. lang genug um anzunehmen, der urheber dieses blogs sei ausgestorben, -gewandert oder -getrocknet. au contraire! noch immer hier, noch immer ohne stimme, die mir auch während unserer zeit in asien nur die fülle der ereignisse verliehen hatten. sie ist sicher hier, das weiß ich, aber anstatt der festen, tippfesten stimme fließt zumeist das dazwischen in die zeilen, das füllt, während ich auf die bedeutung warte.

derweil habe ich beschlossen, dass das nichts bedeutet, dass nichts bedeutet. klar soweit?

was wiederum bedeutet, dass ich schreibe, um mir selbst auf der spur zu bleiben – und dem sinn. der sicher nicht nur vor mir davonläuft, sondern auch dem ein oder anderen abhanden gekommen ist. bis auf jene vielleicht, die ihn nicht brauchen – ich glaube nicht so recht, dass jene, die nicht nach ihm suchen, dem bild des edlen dulders in der moral entsprechend, von ihm im gegenzug „frei haus“ aufgesucht werden; blödsinn! – und die, die sich in seinem besitz glauben: einbildung ist eine gewaltige macht und es stimmt wohl, manchmal kann man zwischen sinn und seiner einbildung nicht unterscheiden – doch was macht es, wenn es wirkt? anyway …

es soll wieder etwas werden, das wollte ich sagen. wen ich ein wenig neugierig machen kann, auf meinen „selbstwunsch“, mir und den dingen, die mir begegnen, einen platz zu geben, der sich jenseits meines hirns befindet, der sei hiermit eingeladen, öfter vorbei zu schauen, sich ein rss feed (?) auf meine seite zu besorgen, um keine der spannenden folgen zu verpassen. eins der wenigen versprechen, die ich zu geben gewillt bin: es wird spannender werden, als es heute ist. schließlich spät genug – und „die parteien in brandenburg“ haben mich heute ausgelaugt; … bücher können ein segen und eine qual sein.

ehe ich es vergesse: bilder sollen hier auch eine wichtige rolle spielen; schließlich knipse ich zu gern. allerdings ist ihre platzierung keineswegs unabdingbar folge eines illustrationswillens; entsprechend den grundsätzen der bedeutungsguerilla ist vielmehr grundsätzlich vom gegenteil auszugehen. was bild ist, bildet nicht!

guerre

so far, see you, mz

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die insel

hallo,

this and only this one muesst ihr ohne bilder auskommen. an den gestaden der thailaendischen traumkuesten ist – besonders in der nebensaison, in welcher hier der tourismus und v.a. jene, die davon leben, wahrlich zum (schnarchenden) erliegen kommen – das bisschen internet, das durch taube leitungen tropft, unverschaemt teuer. so muesst ihr euch damit abfinden, dass die straende zwar nicht weiss sind, dafuer aber uns gehoeren, mit muscheln uebersaeht sind, die wir nie im leben mit nach hause bringen koennen … in unserem hotel, dessen bestes nobelhuettchen wir bewohnen (das auch noch jeden tag sauber gemacht wuerde, wuerden wir es nicht von zeit zu seit verhindern), NIEMAND ausser uns wohnt … so dass auch der pool stets nur fuer uns rauscht …

und wir die tage so dahinplanschen, wandern, lesen, am riesigen fenster sitzen und aufs meer schauen … der blick zurueck wird mehr offenbaren…

bis daheim, mz

phnom penh

die zeit rast, die letzte etappe dessen, was man“unsere“wanderschaft“nennen koennte, ist erreicht. phnom penh. nocheinmal durch die muehlen des busticket kaufens gehen, noch einmal morgens ein „minibuspickup“ (wie laecherlich, uns 300m weit bis zum stuetzpunkt der busgesellschgaft zu fahren … man traut travellern, auch wenn sie tuausende kilomter weit kommen, wahrlich nichts zu), plaetze finden. danndie lustige bestaetigung dessen, was christian mir dereinst erzaehlte, worauf ich aber monatelang (v.a. in laos) vergeblich wartete: tatsaechlich macht der bus pflichtverbunden alle 1,5-2 stunden eine pinkel- oder essenspause, selbstverstaendlich am“vertragsrestaurant“, doch man steht. fuer uns, die wir unsere blasen auf „vorhaltezeiten“ von mehreren stunden trainiert haben,eher laestig. aber die snack- und mampfgewohnheiten kambodschanischer busreisenden (denn wir waren tatsaechlich die einzigen auslaender,wer mag das glauben auf dieser „rennstrecke“?) sind ein eigenes feld ethnologischen humors. der zweite busstop erwies sich als ausgesprochener delikatessensupport: heuschrecken en masse wanderten in tueten, dosen in den bus und handvoll in muender. ein kurzer blick genuegte uns, dass wir mit unserem vorher besorgten baguette vorlieb nehmen wuerden.

die fahrten durch das land verbleiben fuer mich – und werden es wohl auch im rueckblick stets – einige der gropessten schaetze, tiefsten eindruecke. sicher, man kommt nicht ganz nah ran an die menschen, es verbleibt eine scheibe, eine staubwolke, die rasende geschwindigkeit (die aber doch manchmal alchhaft niedrig ist angesichts der strassenzustaende) oder einfach nur die staubwolke … aber es ist gerade die distanz, die dem wachen auge ohnehin lachhaft klein erscheint (und sprechen koennte ich mit ihnen zudem meist ohnehin nicht), die mir eines ermoeglich hat: dabei zu sein ohne zu stoeren. ohne den blick zu erzeugen, der, auch wenn er lacht, mir sagt, dass ich ein fremder bin. so rausche ich durch eine welt, in der das leben auf der strasse – oder zumindest stets sehr nah daran – stattfindet. was ich zu sehen bekomme, ist ein wohnzimmer, ein sehr grosses … und ich geniesse es. von den tausenden bezaubernden, erschreckenden, belustigenden, verstaubten und unvergesslichen bildern habe ich vielleicht ein paar hundert tatsaechlich festgehalten, aber selbst die sagen (wenigstens fuer mich) noch mehr als genug.

bbm-pp people1.JPG

wie diese beiden, die ihren eigenen wind machten.

nun also phnom penh. kein zweifel: ich war in (fast) keinem hinterhof, in keinem slum in keinem verwanzten bett, also „weiss“ ich nicht, wovon ich spreche, doch ich mag diese stadt. sie lebt. sie lacht. sicher, ueberall laufen noch beredte zeugnisse der geschichte durch die strassen, die sich hier, kaum 30 jahre ist es her, zugetragen haben. doch ueberall, das ist kein geheimnis, faengt man neu an. dort, wo man schreckliches zu ueberwinden hat zumeist mit noch groeserer vehmenz, mit erstaunlicherer entschlossenheit, mit lauterem lachen. sie haengen noch irgendwo, irgendwo zwischen …

pp old building.JPG

alt…und…

pp new world.JPG

neu … auch wenn das neue nur zu oft „eingeflogen“ ist, und sie es nur von aussen bestaunen, doch die hoffnung fliegt mit und sie werden es vielleicht irgendwann und irgendwie in besitz nehmen…

wie dieses monstrum von markt, das irgendwo in den strassenschluchten franzoesischen nummernwahns (diese strassenbenennung nach nummern ist der horror…) sich ploetzlich erhebt…

pp market.JPG

nun rennt mir die zeit davon, doch was diese stadt liebenswert macht, erklaert sich fast von selbst, es ist ihr lachen.

pp people1.JPG

selbstr das der guten verlierer, wenn man ihren froehlichen anruf „he … tuk tuk?“ mit einem „no“bescheidet, lachen sie noch (meist…)

pp tuk tuk driver.JPG

so long, das naechste mal werden wir uns wohl wieder aus thailand melden…

mz

dusty, bumpy … good morning cambodia

das ist, wie stets, ein gemisch all dessen, was innerhalb der letzten stunden oder tage den nerv besessen hat, auf uns hereinzustuermen – und das glueck, haengen zu bleiben. irgendwann mussten wir ja siem reap verlassen, auch wenn es noch so gemuetlich, und das essen in der „khmer kitchen“noch so lecker war. schliesslich wollten wir kambodscha sehen. und wenn wir eines vorher wussten, dann, dass es jenseits der monumentalbauten angkors und seiner satelitenstadt siem reap noch vielmehr davon zu sehen gibt …

anfangs v.a. das (sorry, die bilder muessen diesmal klein sein, nicht jeder rechner hat das richtige equipement und ich kann nicht jedesmal eins runterladen, da werden die immer so sauer… einfach maus drauflassen, es macht sich gross):

staubstrasse

und diese strasse sieht nicht nur durch die scheibe staubig aus. nach den sechs stunden fahrt entlang einer strasse, die dank „umsichtiger“ verkehrspolitik einer airline (die zufaelling das monopol auf die strecke bangkok-siem reap haelt) einfach nicht besser werden will, war an uns so ziemlich alles staubig…

doch das ewig frisch  geputzte auge liess sich natuerlich nichts, aber auch gar nichts entlang der strasse entgehen…

warum z.B. wirft man den asiaten immer mangelnde effizienz vor, frage ich mich? angesichts eines solchen gefluegeltransporters, der einen ganzen 3,5-tonner einspart:

bamm gefluegel

zudem hat die weite v.a. eines zu bieten: weite. nach so vielen wochen laos, in welchen zumindest in ahnbarer ferne stets ein berg ueber land, leute und schicksal wachte, ist das platte land geradezu ein historisches fanal: hier wurde alles niedergewalzt… naja, oder es ist einfach flach:

battam radler

was uns dann in battambang erwartete, schliesst viele luecken, die bislang noch offen waren. obwohl die zweitgroesste stadt kambodschas, ist battambangs zentrum eher gemuetlic, erstreckt sich entlang eines flusses und kann dem suchenden auge des verwoehnten touristen mit einigen zauberhaft (halb) verfallenen kolonialbauten aufwarten. keine frage, jenseits der 3-4 hauptstrassen zeigen sich noch andere bilder, doch mehr als das wache bewusstsein davon haben wir uns nicht gegeben. die bittere armut groser teile der bevoelkerung schleicht auch so auf traurigen und baren sohlen durch die strassen und haelt schwielige haende auf. da war doch was. wo wren diese scharen in siem reap? nun, die tourist police wird ihren teil schon getan haben, um den genuss ungestoert zu lassen…

kein kluges wort findet den anschluss an froehliches terrain, darum breche ich einfach ungehobelt durch. neben allem, was das land schuettelt, ist das froehliche gemuet ein unbezahlbares gut. bestaendig muss man sich froehlichen gruessen, interessierten fragen oder einfach nur laecheln“erwehren“. das schliesst viele luecken, auch wenn es manches nie schliessen kann. man ist und bleibt tourist, vielleicht kehrt man eines tages mit einer aufgabe zurueck – und dann einem anderen (selbst)bewusstsein -, doch bis dahin muss man mit sich selbst ringen. ist man heils(und dollar-)bringer oder ausbeuter zweiter garnitur?

schon wieder eine luecke. macht nichts. die zeit rennt ohnehin. morgen rasen wir auf der wohl letzten ueberlandstrecke nach phnom penh, eine stadt, die, wie unser letzter gastgeber aus eigener erfahrung zu berichten wusste, sich irgendwo ziwischen westlicher metropole und europaeischem mittelalter bewegt…

doch dem fotografisch gierigen auge bot sich auch in battambang erregendes…

die nie langweilig werdende moenchische eleganz – bis in den sonnenschirm:

battam moenche

dazu eine farbenfreude, vor der vieledisneyworlds die segel streichen wuerden…

battam wat

und, last but not least, einen sonnenuntergang, der sich – ich schwoere, das bild ist unbearbeitet – von unserer trauminsel nur schwer wird ueberbieten lassen…

battam sunset

so long marianne…

mz

von entdeckten pfaden

aha!

wer sich noch immer in abstaenden auf diese seite verirrt – abgesehen von dem laengst im spamordner gelandeten kneipenwirt aus pattaya (nein, nein, keine werbung hier, schon gar nicht fuer derleichen pfade…) – sei eingeladen, noch einmal ein wenig gleich einem, dem ersten, romantischen indianer auf den pfaden von angkor wat zu wandeln. ganz so, als ob noch nicht tausende und noch einmal tausende am selben tag den laengst zur kuhtrasse ausgeweiteten weg bereits tiefer in den ehemaligen dschungel getrieben haetten. man kann sich darin verlieben. noch immer. keine frage.

schwer zu erklaeren, wie das funktioniert, wo doch aus- und eingaenge von „wegelagerern“ „bewacht“ werden, die niemanden passieren lassen, ohne t-shirts, 1a-raubkopien aller die tempel und das land im allgemeinen betreffenden buecher und jedes erdenkliche item rund um angkor angepriesen zu haben. dort ist krieg, am kunden. wer dort vorbei ist, trifft auf die horden tiefbrauner kulleraugen, aus deren umfeld – der laengst hypnotisierte touri vermag den ursprung nur dunkel zu lokalisieren – die ewige tamtrische litanei ertoent: „lady, mister – you wanna buy postcard? ten for one dooolllaa….“. wenn das nicht hilft, kommt der angelhaken: „where do you come from?“ wer’s zugibt it endgueltig gefangen … „germany“ … „capital berlin, 80 million … eins zuei druei vieru fum seck siebm akt nun zeh“. grins. wer kann da widerstehen. und wer es nicht kann, der wird – so sicher wie das amen – die naechsten 100meter von all den anderen kindern belagert, von denen er eben hat nichts kaufen koennen – „mister, lady, you buy one more … for me … i don’t have money for school.“ tja, gut sein hat seine tuecken.

anyway. ich sage immer noch: man kann es lieben. mit kindern, mit wegelagerern, ja sogar mit den allgegenwaertigen japanern, ohne die kaum ein foto gelingt, weil sie auf jeder treppe, jedem vorsprung und vor jeder saeule stehen, mit dem unvermeidlichen victoryzeichen, oder in gewaltigen scharen auf einen haufen gedraengt, der nur selten dem bildauschnitt tatsaechlich entspricht … und ohne ruecksicht auf verluste, ihre und andere. nein, wirklich, ich hab es geliebt.

wegen vielem – auch dem schon beschriebenen. es gehoert dazu. und es gibt auch andere orte, die eben gezwungenermassen nicht auf den routen der busse liegen, die das areal an nur einem tag durchpfluegen muessen und dadurch unaufhoerlich hupen (auf den strassen, um alle, die gemuetlicher daherkommen wegzuschieben und vor den tempeln, um die viel zu muessigen schuetzlinge wieder in die sitze zu scheuchen. time is money, das geht ins blut.). es gibt sie, diese orte, und sie haben etwas, von geheimnissen, vom hauch, nicht vergangener tage, sondern jahrhunderte, die sich erfolgreich in den winkeln verstecken und auf den besucher warten, der zeit hat, sich kurz zu setzen, um auf das fluestern zu hoeren.

den rest der tage, die uns zwischen den fingern hindurchringen, bummeln wir durch eine stadt, die, wie so viele in der naehe gewaltiger attraktionen, ihren kern preis gegeben hat, um den spielplatz der ankoemmlinge abzugeben. und dennoch hat sie ein wenig charme sich erhalten. in den gesichtern. irgendwo.

auch wenn ich (herms) versprochen habe, dass es mir unmoeglich ist, aus den hunderten von bildern auch nur einige auszusuchen, konnte ich es nicht lassen. es sind nicht die schoensten, aber ein eindruck allemal.

angkor wat prinzessin

auch prinzessinnen sind als pilger zu fuss unterwegs.

angkor wat front

die namensgebenden hallen „angkor wats“ – die stufen hinauf zur letzten ebene sind, das gestehe ich ohne scham, furchteinfloessend. sollen sie auch sein, sagt das“schlaue buch“, die reise zu den goettern, die da irgendwo sein sollen, ist schliesslich kein spaziergang.

angkor top view
goetter habe ich auch keine gefunden, aber der blick wahr, wie sagt man, „lohn genug.

angkor relief

dafuer zieren die waende des tempels tausende nymphen, die verspielt auf den ratsuchenden blicken…

angkor wat franzi
etwas, was „amtlich“ beglaubigt, nicht nur mich in staunen versetzt hat…

bayon mirror
ein ort der vielen gesichter: bayon, unbeschreiblich, aber nicht „unabbildbar“ – wer das genauer wissen will, muss sich spaeter einen einblick geben lassen (ich waehle aus, versprochen…).

banteay samre girl

und dann gab es ihn doch, den ort, der vor einsamkeit nur so strotzte … bis auf das kleine fotomodell, das fuer einen keks … und ein frech erstrotztes armband von franzi um uns herumwedelte.

bdrbrd

das war siem reap, mit der ein wenig furchteinfloessenden gestalt auf (von?) der anderen seite…

siem reap monsterly

morgen schauen wir, was battambang an diesem bild noch ruetteln kann – und ich hoffe doch einiges.

mz

pakse – don khong – wieder pakse … und ein souvenir

der lonely planet, auf dessen weise, wenn auch ueberaltete ratschlaege ich ja auch hier bereits einige male zurueckgegriffen habe, hat ueber den aeussersten sueden v.a. zu berichten, dass es dort, obwohl laos selbst bereits als „low tempered“ gilt, der blutdruck noch einmal in tiefen sackt, die nichts anderes nahe legen, als sich in eine heaengematte fallen zu lassen und auf einer der 4000 inseln im mekongdelta den selbigen fluss an sich vorueber“schleichen“ (ja, er ist wirklich nicht besonders rauschend, v.a. in der trockenzeit) zu lassen. (ich weiss, langer satz…)

nun sind wir natuerlich nicht jedermann und wir waeren nicht wir (zwei), wenn wir nicht einen weg finden wuerden, diesen rat zu missachten. plaene hatten wir schon, die insel zu umrunden, vermessen, ausheben, abschreiten und was sonst noch so geht. aber es kam anders. franzi sei dank.

nachdem wir eine leichte grippe franzis abgewartet hatten, die sie sich auf unserem von wasser so gesegneten ausflug ins bolavenplateau eingefangen hatte, liessen wir es touristisch angehen – und uns mit dem minibus nach sueden schippern. nach den hoehen des noerdlichen laos ist die breite und v.a. die „schnurgeradigkeit“ der strassen geradezu unglaubwuerdig. eine strecke von 120 km in knapp 2 stunden zurueck zu legen, das hat ja fast schon deutsche ausmasse. irgendwie seltsam. und zu schnell.

kaum aus dem wagen gespuckt, war dieser auch schon weg und wir standen am flusse. auf der falschen seite. endlich, das blut sackt ab, kein schiffer da. ein bissel warten, gell? irgendwann kam einer, unverschaemte preise gab’s auch hier, alles gut. er tuckert uns auf die andere seite, wir begutachten die fuelle der guesthouses, die vieles haben, nur keine gaeste um diese zeit. ein schoenes holzhaus mit einem stets laechelnden besitzer war das quartier unserer wahl (namen sind schall und rauch. dass es khang khong villa hiess, war dann doch etwas uebertrieben.). ein sueppchen, ein schlaefchen und dann raus auf erkundu… denkste.

schon gegen mittag hatte franzi sich auf eine temperatur von 37,5 grad geschraubt, tendenz steigend. kein zweifel, die ruhe war nix fuer uns und bei franzi was im busch. als nach 2 stunden die 38 spielerisch genommen war, stiegen auch unsere befuerchtungen und nur der hinweis unseres gastwirtes, es gaebe ein hospital auf der insel, hielt uns davon ab, irgendein gefaehrt anzuheuern, um nach pakse zurueck zu kehren. er begleitete uns dorthin. damit waren wir immerhin schon drei im spital, denn sonst war weit und breit niemand. irgendwann kroch eine krankenschwester aus einem raum, telefonierte einen doktor herbei, der barfuss auf seinem moped daherkam und unentwegt lachte. er stammelte was auf englisch, wir zurueck. was er uns verschaffte, war die gewissheit, dass franzi nicht dem malariavirus anheimgefallen war, der rest war spekulation. „i think … you have the flu.“ mhm. ok.

bett, paracetamol, wasser. von der insel habe ich nur folgende – reale wie imaginaere – eindruecke:

don khong vorstimmung

ein schoenes gewitter, das kann ich sagen…

don khong franzi suppe

welche muehe, franzi zu einem sueppchen zu ueberreden …

don khong sicher ist sicher

und der gedanke, dass sicher immer noch sicher ist, sich einen weg nach oben zu bahnen ..

nach zwei tagen bettruhe war uns das nicht mehr sicher genug und wir raeumten morgens ueberstuerzt das zimmer und kutschten – diesmal gemuetlich wie immer im local bus –

pakse busmaedchen

nach pakse zurueck. dort angekommen rauschten wir ins guesthouse zurueck und liessen uns einen arzt empfehlen. dieser stellte kurzerhand fest, dass franzi sich eines souvenirs der besonderen art versichert hatte: denguefieber. nich so schlimm … bett. paracetamol. trinken (und was fuer ein gebraeu … eine elektrolytmischung, von der franzi, wie sie mir versichert, das essen bis zur halskrause steigt). wie gehabt.

nach zwei tagen und noch immer mit fieber standen wir wieder bei ihm auf der matte. sichtlich schwitzend war ihm das dann doch zuviel (ich scherze, es war heiss …) und er riet uns, dann doch das krankenhaus aufzusuchen. uuh. welch eine erfahrung. ich kann fuer franzi schlecht sprechen, weil mir die rolle des geldgebers (jede medizinische leistung, sei es ein test, ein medikament, oder auch das zimmer musste mit einem doppelten formular in der hand erst bezahlt, dann abgeholt und schliesslich wieder ins zimmer getragen werden. wie ein kranker das allein schaffen soll, ist mir ein raetsel.aber es scheint, als ob in laos ein kranker nie, wirklich nie allein ins krankenhau geht – auf einen kranken kamen ca. 2-10 besucher, die auf, unter und um sein bett luemmeln.) und tatenlosen zukam, doch das gefuehl, ein kuriosum zu sein, ein tiger im zoo, ist mir nie so augenscheinlich geworden wie in diesen zwei tagen. jeder gang hinter einer krankenschwester zur bezahlstelle war ein spiessrutenlaufen im zirkus. und franzi? man sollte sie selbst fragen, doch sie hat sich tapfer geschlagen, ihre kraefte zusammengenommen … und so konnten wir nach zwei tagen unseren weg ins frei nehmen. ein bisschen schwach war sie noch (ich nicht minder, soweit geht die liebe ja immer…), so verbrachten wir die ihr verordnete ruhe zwischen guesthouse(bett) und restaurant. inzwischen sind die tage verstrichen und wir haben die durch das nichtstun angewachsene reisekasse genutzt, um die verlorene zeit mit einem direktflug nach siem reap aufzuholen – morgen frueh 7:45 uhr geht es los.

der rest, den diese stadt uns mitgibt – viel darf es nicht sein, mehr als 20 kg laesst man uns ja nicht -, sind die bilder des kuriosen und des schoenen. ein paar schon hier:

pakse wolkenbank

pakse moenche im kloster

pakse katzenschmaus

pakse wedel

pakse franzi portraet

da ist sie wieder …

mz

wasser von allen seiten

mit der eigenen entdeckungsreise waren die „resourcen“ jedoch noch keineswegs erschoepft – und tags drauf wollten wir uns gemeinsam mit einer gruppe verwegener hollaender auf einer vom guesthouse angebotenen tour noch ein bisschen mehr zeigen – u.v.a. erklaeren – lassen. eine tee- und eine kaffeeplantage, mehrere wasserfaelle und doerfer … bis das auge ueberlaeuft. und nicht nur das …

von den wasserfaellen war zwar der erste mit seiner fallhoehe von 120 m der superlativere, beeindruckender jedoch bei weitem der zweite. warum? weil man bis auf wenige meter an ihn herankommt, ja in dem sammelbecken unterhalb des falles schwimmen kann … touch it, feel it … wer kann da noch widerstehen.

 grosser fall

 ja, es gibt ein bild von mir in den kuehlen fluten, aber das, ja das wird noch auf sich warten lassen …

noch anderes gewaltiges legte sich in unseren weg, gerade als wir uns zum lunch setzten …

schwein

doch als eigentlich gewalt erwiesen sich alsbald die wassermassen, nicht jene, die an felsen hinabrinnen, sondern die aus vollen eimern vom himmel kamen. trotz ueberdachtem truck, trotz regenschirmen unter selbigem und trotz regenjacken war irgendwann fast alles nass (ich bin sicher, unsere paesse in den plastiktueten waren trocken und zufrieden). doch tour ist tour und so liessen wir uns auch das dorf der „animisten“ nicht entgehen, wo man fuer jedes familienmitglied eine sarg herstellt, lange bevor derjenige das zeitliche segnet. diese liegen dann jahrelang unter dem haus und warten auf den einen tag …

raucherdorf

derweil man oben drueber sitzt – und sein leben lang tabak und zuckerrohr durch eine „bambusbong“ (eine roehrenartige pfeife, die ziemlich arg an kifferfilme erinnert) raucht. man scheint es kaum erwarten zu koennen …

mein persoenlicher favorit ist dieser „regenfaenger“ …

wasserfaenger

da sind noch viele gesichter, deren geschichten z.T. den weg auch in das bild gefunden haben, so scheint mir, doch die muessen warten. der tag war viel zu lang und am abend dachte ich, es legt mich nieder. doch wie sich tags drauf herausstellte, war es franzi, welche die erkaeltung als souvenir mit sich nahm, so dass wir unfreiwillig ruhetage einlegen. erholsam.

mz